Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. Klagelieder 3,25
Jammern und klagen ist nicht genug – eigentlich taugt es gar nichts. Man bleibt auf der falschen Seite. Wer auf den Herrn harrt, streckt sich aus nach Hoffnung – aktiv, wachsam und gespannt.
Da ist einer, der auf einen Baum klettert, um Jesus wirklich und wahrhaftig zu sehen; da ist eine Frau, die an Blutungen leidet und Jesu Mantel berührt, damit sie geheilt wird; ein Blinder, der aus Leibeskräften schreit, damit der Heiland ihn hört; ein Vater, der den weiten Weg zu Jesus nicht scheut, damit seine Tochter leben kann; Menschen, die für ihren gelähmten Freund ein Dach abdecken und ihn abseilen, damit er ganz nah bei Jesus sein und der Messias ihn nicht übersehen kann. Sie alle warten nicht einfach – sie sind voller Hoffnung aktiv, sie harren auf Gott. Sie suchen die Nähe des Gottessohns – geduldig und mit Spannung: Was wird jetzt passieren? All die, die auf den Messias warten, die sich nicht zufriedengeben mit dem Hier und Jetzt, die auf Gerechtigkeit, Frieden und liebevolle Beziehungen hoffen – sie suchen Jesus und seine heilende Nähe. Während sie auf ihn harren, fragen sie: Wo bist du? Und die uns übermittelten Geschichten von Jesus geben die Antwort: Ich bin bei dir. Du bist nicht allein. Auch wenn das Leid in der Welt zum Verzweifeln ist – harre auf Gott, denn er ist freundlich.
Von: Barbara und Martin Robra