News: Die Stiftung Boldern gibt Einblicke in die Entwicklung ihrer Projekte.
Boldern-Plateau – Umzonung des Areals
Viele Menschen kennen Boldern. Der Ort hoch über dem Zürichsee ist seit Jahrzehnten ein Platz für Begegnungen, Feste, Gespräche, Veranstaltungen, Seminare, Spaziergänge oder einfach für einen Moment der Ruhe mit Aussicht. Aktu-ell steht dieser besondere Ort jedoch an einem Wende-punkt. Damit das Areal und das Hotel langfristig erhalten und sinnvoll weiterentwickelt werden können, braucht es klare, neue Rahmenbedingungen. Das Areal Boldern liegt heute in der Zone für öffentliche Bauten (öB 1), da bei der Einzonung die damalige Nutzung als Evangelisches Tagungs-und Studienzentrum ausschlaggebend war.
Mit der Entwicklung zu einem reinen Hotel- und Seminarbetrieb seit 2012 haben sich die Anforderungen jedoch verändert. Heute ist das Hotel sanierungsbedürftig und muss wirtschaftlicher ausgerichtet werden. Gemeinsam mit Gemeindevertretern wurde im Rahmen der gültigen Bau- und Zonenordnung eine Umzonung des Areals in eine Wohnzone mit Gewerbeerleichterung (WGc) ausgearbeitet. Diese neue Zone hat eine deutlich tiefere Baudichte als andere vergleichbare Zonen in Männedorf.
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 15. Juni 2026 die Umzonung. Dieses Ja ermöglicht eine umsichtige Weiterentwicklung des Boldern-Areals, gleichzeitig verhindert der Entwicklungsvertrag eine Wohnüberbauung und sorgt mit strengen Bauvorschriften und Landschaftsschutz dafür, dass sich zukünftige Bauten sorgfältig in die Umgebung einfügen. Bestehende Gebäude können nun erneuert, umgebaut und nachhaltig betrieben werden. Gleichzeitig bleibt Boldern das, was es heute ist: ein stets offener Ort für die Bevölkerung. Die Wege, die Aussicht, die Grünflächen und die Möglichkeit, sich dort aufzuhalten und zu verweilen, bleiben ein wichtiger Teil der Umzonung. Boldern soll auch künftig ein Ort sein, der Menschen zusammenbringt – für Bildung, Begegnung, Kultur und Gespräche.
Wohnbauprojekt «tilia»
Am 25. Mai 2024 starteten die Bauarbeiten für die Wohnüberbauung
«tilia» (Lindenbaum) mit 60 Wohnungen auf einer Fläche von 15 000 m².
Wegen Finanzierungsauflagen entschied der Stiftungsrat im Sommer 2024, acht Wohnungen im Stockwerkeigentum auszubauen und zu verkaufen. Die Aushubarbeiten mit rund 45 000 m³ konnten wie geplant und ohne unvorhersehbare
Zusatzarbeiten ausgeführt werden, sodass im Herbst 2024 mit den Rohbauarbeiten begonnen werden konnte. Diese wurden bei einem Gebäudevolumen von rund 46 000 m³ innerhalb eines Jahres fertiggestellt. In dieser Zeit fand der Marktauftritt unter www.boldern-tilia.ch statt, und der Verkauf der acht Wohnungen folgte im Frühjahr 2025. Für die Finanzierung von Projekten auf dem oberen Plateau
mit dem Hotel Boldern beschloss der Stiftungsrat im Sommer 2025, weitere Wohnungen zu verkaufen. Dank des milden Winters 25/26 schritten die Bauarbeiten
zügig voran. Die erste Etappe Süd mit 24 Wohnungen konnte termingerecht Ende Mai 2026 bezogen werden. Die zweite Etappe mit weiteren 36 Wohnungen wird wie geplant Ende September 2026 fertiggestellt. Die Wohnüberbauung zeigt
sich bereits heute als qualitativ und gestalterisch hochwertig. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website https://boldern-tilia.ch/
Veranstaltungsreihe «Boldern inspiriert»
Rückblick 1. Jahreshälfte 2026 – Kaminfeuergespräche
Februar 2026: «Was bedeutet echte Führung in einer Welt voller Druck, Geschwindigkeit und Veränderung?» Arno del Curto sprach darüber, was ihn als Trainer und als Mensch geprägt hat. Er erzählte von der Bedeutung der Sprache im Umgang mit seinen Spielern, vom Gespür für Situationen, vom Zuhören und motivieren. Nicht jeder Spieler wolle König sein, aber jeder wolle gesehen werden.
Wer führt, braucht Nähe. Besonders eindrücklich war sein Blick auf die Brüche in
seinem Leben: der Fussgelenkbruch mit 21 Jahren, der zum Ende seiner Spielerkarriere im Eishockey führte, der frühe Tod seines Bruders sowie seine erste Geschäftserfahrung. Solche Einschnitte formten ihn und machten ihn mutig für
sein späteres Wirken. Für Arno del Curto ist eine intakte Mannschaft das Fundament
jeder Leistung. Entscheidend ist, als Vorbild voranzugehen, den richtigen Ton zu treffen, die Spieler zu mögen. Und dranzubleiben. Gerade dann, wenn es schwierig ist.
März 2026: «Was bedeutet finanzielle Unabhängigkeit und warum fällt sie vielen Frauen noch immer schwer?» Patrizia Laeri, Wirtschaftsjournalistin und Gründerin
des Fintech-Unternehmens «ellexx», erzählte, wie sie ihren Weg in die Finanzwelt gefunden hat und weshalb sie sich heute dafür einsetzt, dass mehr Frauen investieren. Sie zeigte, wie stark finanzielle Themen mit gesellschaftlichen Rollenbildern zusammenhängen, oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Sie machte auch klar, was sich ändern muss: Zugang für alle zu Kapital und Investitionen vereinfachen, Wissen teilen und Vorbilder sichtbar machen. Denn wer sich mit Geld beschäftigt, gewinnt Handlungsspielraum und kann Strukturen aktiv mitgestalten.
Mai 2026: «Was können wir aus der Geschichte lernen?» Im Gespräch mit Susanne
Giger zeigte der renommierte Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Tobias Straumann eindrücklich, wie historische Entwicklungen unsere Gegenwart prägen. Dabei ging es um wirtschaftliche Krisen, geopolitische Verschiebungen bis hin zur Frage, welche Werte eine liberale Demokratie zusammenhalten. Ein Abend, der zum Nachdenken anregte über Geschichte, Verantwortung, wirtschaftliche Entwicklungen, globale Abhängigkeiten und die Bedeutung gemeinsamer Werte.
Veranstaltungen Juli/August 2026
1. August 2026: 1.-August-Feier der Gemeinde Männedorf
auch 2026 wieder auf Boldern
13. August 2026: Openair-Kino mit Weitblick –Filmgenuss & Talk hoch über dem Zürichsee
26. August 2026: Neustart & Verantwortung – Politik aus dem Rollstuhl mit Philipp Kutter
Kaminfeuergespräche ab September 2026
22. September 2026: «Wenn Maschinen denken – Ethik im Zeitalter der künstlichen Intelligenz» Welche Verantwortung tragen wir, wenn Algorithmen zunehmend Entscheidungen beeinflussen? Peter G. Kirchschläger, Professor für Theologische Ethik und Berater internationaler Organisationen, zeigt auf, welche ethischen Fragen
Digitalisierung und künstliche Intelligenz aufwerfen und warum Menschenwürde, Gerechtigkeit und Verantwortung wichtiger sind denn je.
12. November 2026: «Über Freiheit, Mut und das echte Leben zwischen Bestseller, Bühne und Podcast» Die Autorin, Drehbuchautorin und Podcasterin Yvonne
Eisenring spricht über den Mut, den eigenen Weg zu gehen, über Freiheit, Familie und die Suche nach Sinn. Mit Offenheit, Tiefgang und inspirierenden Geschichten lädt sie dazu ein, das Leben aus neuen Perspektiven zu betrachten und Veränderungen als Chance zu verstehen.
Informationen, Tickets und Anmeldung unter:
www.boldern-inspiriert.ch
Von: Dominique Meier, Geschäftsleiterin Stiftung Boldern