Die Israeliten schrien zu dem HERRN und sprachen:
Wir haben gesündigt, denn wir haben unseren Gott verlassen. Richter 10,10
Gott sagte zu den Israeliten etwa das: «Selber schuld, wenn ihr jetzt im Chaos ertrinkt und leiden müsst. Ihr habt mich verlassen und anderen Göttern gedient. Ich rette euch nicht mehr.» Aber Gott, die Lebendige, konnte das Leiden der Israeliten nicht länger ertragen und griff ein mit ihrer Rettung. Das Buch Richter ist ein politisches Buch, denn es geht darum, das Königtum zu etablieren. Das Eingreifen Gottes, die Rettung, zeigt die Empathie Gottes für die Menschen, zeigt seine Liebe und Zuwendung auch dann, wenn die Menschen Gott verlassen.
Ich ertappe mich dabei, zu denken, das war einmal, heute leben wir mit so vielen Kriegen, mit Hunger, Angst, Unterdrückung und auch Chaos. Wo ist da Gottes Eingreifen, was muss noch alles geschehen, damit die Lebendige den Menschen die Umkehr zumutet? Und gleichzeitig bitte ich darum, dass die Lebendige bei den leidenden Menschen sei, sie stärke und ermutige. Nicht sie müssen umkehren, sondern die Mächtigen. Und so schreie ich zu Gott, der Lebendigen, dass Umkehr geschieht, damit Gerechtigkeit und Frieden weltweit möglich werden.
Schenke du der Welt Rettung, Gerechtigkeit und Frieden!
Von: Madeleine Strub-Jaccoud