Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens. Hebräer 12,1–2
«Lasst uns laufen mit Geduld …», wie lieb sind mir diese
Worte. Als kleines Mädchen entzifferte ich auf einem Holzbrunnen
in den Bergen die Worte: «Versiege nicht, halte
durch.» Auch diese Worte haben sich mir eingeprägt.
Und in der heutigen Losung lernen wir, es braucht Geduld
im Leben und es braucht nochmals Geduld, um im Glauben
und Vertrauen zu bleiben, es braucht die Gabe des Durchhaltens,
so wie es uns Jesus vorgelebt hat. Immer blieb er auch
in höchster Pein und grausamster Verachtung ausgerichtet
auf Gott.
Im Hebräertext heisst es auch, dass wir in unserem Lauf
umgeben sind von einer «Wolke von Zeugen», also Menschen,
die den Weg des Vertrauens und Glaubens gegangen
sind. Unzählige sind es, ich nenne nur einen, den Erzvater
Jakob. Alle diese Zeugen hatten aber auch dunkle Seiten,
so Jakob, der seinen Vater betrog und seinen Bruder Esau
um sein Erbe brachte. Wir können uns auch umgeben mit
Zeugen aus unserer eigenen Biografie: Vorbilder, Verwandte,
Freunde, Lehrer. Sie helfen uns, auf dem Weg zu bleiben,
immer wieder Mut zu schöpfen und unsere eigenen Fehler,
Verstrickungen abzulegen, damit sie uns nicht hindern im
Kampf, der uns bestimmt ist.
Von: Kathrin Asper