Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen. Psalm 33,22
Der Lobpsalm für Gottes Plan für die Welt schliesst mit einer Bitte um Segen. Nachdem sie sich im Singen (einmal mehr) bewusst gemacht hat, wie grossartig Gott seine Schöpfung geplant und gestaltet hat, stimmt die betende Gemeinde von damals in diese Bitte um seine Wachsamkeit und seinen Schutz ein und fasst damit ihre Dankbarkeit für den wunderbaren Weltplan zusammen: Lass deine Güte über uns wachen, Gott, auf den wir hoffen! Der gütige Blick des wach-samen Gottes wird herbeigewünscht. «Gütig» schliesst hier auch Vergebung und Versöhnung ein. Angesichts der Grösse und Mächtigkeit von Gottes Schöpfung fühlen sich die Sin-genden klein und auf Schutz und Nachsicht angewiesen. Er, der Nationen bändigen kann mit seinem Wort, gegenüber dem alle Heere dieser Welt keine Bedeutung haben, soll von allen, die sich ihm zugehörig fühlen, besungen werden (Verse 1–3). «Denn das Wort des Herrn ist gerecht, und all sein Tun verlässlich!» (Vers 4 ff.) Darin hat die Bitte um Gottes Güte und ihr Hoffen auf ihn seinen Grund; genauso wie unser Zutrauen zu Gott und seinen Möglichkeiten, uns heute und unsere Welt auf einem Weg zu behalten, der in eine gemeinsame Zukunft von ihm und uns Menschen führt und nicht in Situationen, aus denen Rückwege nur schwer zu erkennen sind. Darauf können und dürfen wir bauen.
Von: Hans Strub