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16. Mai

Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Psalm 90,10

Mein Opa wurde 94 Jahre alt! Ein biblisches Alter. Er erzählte manchmal von früher und erwähnte dann, dass es doch erst gerade «gestern» gewesen sei, dass er mit seinen Schulkameraden im Wald Fussball gespielt habe.
Vor
einigen Monaten bin ich vierzig geworden! In zehn Jahren werde ich fünfzig Jahre alt, unglaublich. Langsam und immer schneller verstehe ich, was mein Opa damals gemeint hat. Gerade mit kleinen Kindern ziehen die Wochen nur  so an mir vorbei. Und doch möchte ich keinen Tag zurück. Mein Alter gefällt mir. Alter schenkt auch Gelassenheit und mehr Gottvertrauen.

Mose redet im Psalm von einer «vergeblichen Mühe», das klingt traurig und beklemmend. Der Psalm 90 endet hingegen mit den Worten «Ja, HERR, lass gelingen, was wir tun!» Auch wenn unser Leben im Blick des grossen Ganzen unwichtig und klein erscheint, es soll dennoch gelingen, was wir tun, und dafür lohnt sich das Bitten um Gottes Gnade und Fürsorge. Unser Tun soll ganz und klar und fest sein. Durchdrungen von der Göttlichkeit der Ewigen.

Wir sind vergänglich. Gott ist für immer. Wir dürfen aber das Stück Weg unseres irdischen Lebens mit Gott gehen und das kann unsere Jahre hier zu einem Genuss werden lassen. Amen.

Von: Markus Bürki

 

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