Vorstellungsrunde
Seit diesem Jahr schreiben über dreissig Autorinnen und
Autoren die Bolderntexte. So viele waren wir noch nie!
Die fünf Neuen haben sich im Heft von Januar / Februar
bereits vorgestellt. In diesem Heft folgen weitere Kurzporträts
– von A bis H.
Kathrin Asper
Geboren 1941, wuchs ich in Küsnacht auf
und besuchte da die Primarschule. Es folgten
Gymnasium und Studium, das ich in
Literatur und Pädagogik abschloss. Heirat
und Familiengründung. Nach einer Ausbildung
zur Psychotherapeutin führte ich ab
1975 eine eigene Praxis in Meilen.
Nun bin ich pensioniert, darf mich den Bolderntexten und
der Malerei widmen. Mein Mann und ich wohnen nunmehr
in den Bergen, wo wir unseren Lebensabend verbringen. Kirche,
religiöse Ikonografie und die Bibel haben mich immer
interessiert und mir viel gegeben.
Kontakt: kathrin.asper@bluewin.ch
Heidi Berner
Jahrgang 1955, aufgewachsen im Berner Oberland. Seit dem
Biologiestudium fasziniert mich die Formenvielfalt von
Rädertierchen, Hüpferlingen und Kieselalgen. In einer kirchli-
chen Frauengruppe entdeckte ich als junge Familienfrau
eine ebenso reiche Welt – oft im Widerspruch zu meinem
naturwissenschaftlichen Weltbild. Ich begann meine Gedanken zu
notieren und mit andern zu teilen.
Als Stadträtin (2004 bis 2017) in Lenzburg mit dem Ressort
Soziales lernte die ganze Bandbreite des Lebens kennen: Kinderbetreuung
und Jugendarbeit, Sozialhilfe, Einbürgerungen,
Gesundheitsversorgung, Altersbetreuung.
Seit 2013 bin ich im Team der Bolderntexte, dankbar für
die Herausforderung, in den oft sperrigen, aus dem Zusammenhang
gerissenen Losungen und Lehrtexten etwas zu entdecken,
das zu mir, zu uns heute spricht.
Ende 2022 übernahm ich die Redaktion der Bolderntexte.
In dieser Rolle habe ich einen ganz neuen Blick auf die Beiträge
der anderen Autorinnen und Autoren. Eine spannende
und lehrreiche Aufgabe!
Kontakt: heidi.berner@bluewin.ch
Annegret Brauch
Bolderntexte zu schreiben, ist für mich
eine lieb gewordene geistliche Übung, eine
Freude und zuweilen auch eine Herausforderung.
Im Gespräch mit der mir zugefallenen
Tageslosung oder dem Lehrtext entdecke
ich oft überraschend Neues, unerwartete
Verknüpfungen, den Trost und die Kraft des Gotteswortes.
Als Leserin freue ich mich an den verschiedenen
Perspektiven, mit denen die Mitautor:innen die Bibelverse
zum Klingen bringen.
Beruflich habe ich als Pfarrerin in der Gemeinde, im Schuldienst,
in der Erwachsenenbildung, der Frauenarbeit und
zuletzt als persönliche Referentin des Landesbischofs gearbeitet.
Seit April 2022 im «Ruhestand», empfinde ich den
gewonnenen Frei- und Gestaltungsraum, der damit verbunden
ist, als grosses Geschenk.
Kontakt: Annegret.Brauch@web.de
Monika Britt
In Zürich geboren und aufgewachsen, habe ich eine erste Ausbildung als Pflegefachfrau absolviert. Später habe ich die Matura nachgeholt und bin nach Freiburg gezogen, um Philosophie zu studieren.
Viele Fragen, die ich mir zur Welt, zum Menschen, zum Leben allgemein stelle, sind aber trotz Studium unbeantwortet geblieben, und es haben sich noch
mehr Fragen ergeben.
Beruflich war ich vor allem in der Pflege und in der Bildung tätig. Dann durfte ich, nach der Geburt meiner Tochter, dank einem Spezialstudiengang in Bern noch Theologie studieren. Während fünf Jahren wirkte ich als Pfarrerin im Kanton
Bern, nun bin ich seit März 2026 in Richterswil am Zürichsee.
Das Fragen und Nachdenken hat sich aber auch in diesem
schönen Beruf nicht erledigt, was mir durchaus entspricht.
Kontakt: Monika.Britt@refrichterswil.ch
Markus Bürki
Jahrgang 1980. Ich bin Vater von drei Kindern, Sozialdiakon, Erwachsenenbildner,
Männercoach, Umweltberater und Musiker.
Ich liebe Gespräche zwischen Bibel, Bier und Gesang! Darum habe ich unter anderem
ein Buch geschrieben und veröffentlicht:
«Bibel, Bier, Gesang – das volle Leben!» Ich schreibe
gerne, bin mit viel Freude am Schreiben für die Bolderntexte.
In Muttenz bin ich für die reformierte Kirche als Sozialdiakon
in der Senioren- und der Männerarbeit angestellt. Gerne
besuche ich die Metalchurch oder gehe an Metal-Konzerte.
Aktuell beschäftige ich mich stark mit der Frage, was die
«spirituelle Obdachlosigkeit» mit der Gesellschaft macht
und was es für mögliche Gegenrezepte anzupreisen gibt.
Kontakt: markus.buerki@ref-muttenz.ch
Dorothee Degen
Jahrgang 1946. Seit ich in der Mittelschulzeit den Weg in die Bibelgruppe
(VBG) gefunden habe, gehört die Bibel zu meinem Leben als sättigendes, manchmal auch schwer verdauliches Brot.
Auch das Schreiben gehört zu mir: Artikel, Bücher, Redaktionsarbeit
– und sehr gerne die Bolderntexte, bei denen sich für mich das
«Kauen» des Bibeltexts und das Ringen um die schriftliche Form miteinander verbinden. Die Baptistengemeinde Zürich, der ich angehöre, hat sich das Motto gegeben:
«Wo Gott ist, da ist Liebe und Freiheit.» Damit kann ich mich identifizieren, da bringe ich mich gerne ein. Ich lebe in der schönen Stadt Zürich und schätze mich glücklich, dass unsere drei Söhne, drei Schwiegertöchter und acht Enkelkinder in guter ÖV-Reichweite wohnen.
Kontakt: degend@bluewin.ch
Bernhard Egg
Ich bin seit 2024 ein so genannt Pensionierter, einer mit vielfältigen Engagements. Ich bin Jurist, habe viel Politik gemacht, unter anderem fünfzehn Jahre im Kantonsrat
Zürich, war zuletzt während drei Amtsdauern Mitglied des Kirchenrats der Reformierten Landeskirche Zürich und Stellvertreter des kantonalen Ombudsmannes. Seit Mai 2024 führe ich mit Urs Häfliger zusammen das
Co-Präsidium der Stiftung Boldern. Ich gehe sehr gerne in die Berge, treibe Sport, habe eigenen Wald und bin glücklich, wenn ich meine Enkelin hüten darf.
Ich freue mich, einen Beitrag zu den Boldentexten zu leisten.
Kontakt: begg@bluewin.ch
Andreas Egli
Als pensionierter Pfarrer und Spitalseelsorger wohne ich mit meiner Frau in Schaffhausen. Unsere drei erwachsenen Kinder leben in Zürich und in der Region Schaffhausen. Gerne sind wir für unsere Enkelkinder da. Schon lange beschäftige
ich mich mit den Sprachen der Bibel. Nun habe ich Zeit, das moderne Hebräisch besser kennenzulernen. Die Bibel betrachte ich als ein «Buch des Lernens» (Ingo
Baldermann). Die Texte dokumentieren, wie Menschen in einer bestimmten Situation daran waren, etwas zu lernen oder zu entdecken. Heute kann beim Lesen wieder ein Lernprozess stattfinden.
Kontakt: andreasegli@gmx.ch
Andreas Fischer
Jahrgang 1966. Ein Nichtwissender werden – von diesem
Ziel aller mystischen Wege würde ich mir wünschen, dass es meinem Leben
die Richtung wiese. Und auch meinem Schreiben von Bolderntexten. Neugierig warte ich jeweils auf die mir zugespielten Losungen und versuche, wenn sie mir dann vorliegen, besonders auf Unbekanntes zu achten.
Einkehr in die Stille und Rückkehr zum Urtext helfen mir,
den Kopf von den eigenen Konzepten zu befreien. «Giess
aus, damit du erfüllt wirst!» (Meister Eckhart)
Kontakt: andreas.fischer@refrheinfelden.ch
Chatrina Gaudenz
Ich bin gebürtige Rätoromanin und in Lavin im Unterengadin aufgewachsen.
Ich studierte vergleichende Religionswissenschaften mit Schwerpunkt Judentum
in Zürich, Luzern und Jerusalem. Unterdessen bin ich Pfarrerin in der reformierten
Gemeinde Zürich-Fluntern und gehörte von Herbst 2020 bis Herbst 2022 zum Team der SRF-Sendung «Wort zum Sonntag».
Kontakt: chatrina.gaudenz@reformiertzuerich.ch
Dörte Gebhard
Aufgewachsen bin ich in der DDR, war siebzehn, als die Mauer fiel, und habe Evangelische Theologie in Kiel und Tübingen studiert. Jetzt bin ich Privatdozentin für Praktische Theologie an der Universität Zürich (seit 2010), Teilzeitpfarrerin in Schöftland AG (seit 2012) mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und aktiv in der kirchlichen Aus- und Weiterbildung. Regelmässig verfasse ich Onlinepredigten,
die das Komische am Christentum nicht verschweigen.
Bolderntexte bringen Würze durch die Kürze und sind oft wie Brühwürfel, aus
denen ich später Andachten und Predigten aufgiesse oder einen Perspektivwechsel in einem Seelsorgegespräch ermögliche.
Kontakt: doerte.gebhard@web.de
Barbara Heyse-Schaefer
Ich bin Jahrgang 1960 und lebe seit Ende 2023, meiner Pensionierung, mit einer
Freundin am Stadtrand von Wien. Unsere Frauen-Alters-WG ist ein Glücksfall: ein
geteiltes Haus mit Garten, eine kritische Gesprächspartnerin, viel gemeinsames
Leben – und eine Entlastung für unsere sieben erwachsenen Kinder, die gern mit ihren Familien zu Besuch kommen. Viele Jahre war ich Pfarrerin in zwei Wiener
Gemeinden, zudem Hochschulpfarrerin, später Leiterin der Evangelischen
Frauenarbeit in Österreich. Theologie studierte ich in Wien, Tübingen und Berlin. Feministische Theologie, Ökumene, interreligiöser Dialog und soziales Engagement begleiten mich bis heute. Ich bin Mutter von drei erwachsenen Kindern und werde
demnächst Grossmutter – eine neue Perspektive auf Zeit, Verantwortung, verbunden mit viel Freude!
Seit 2014 schreibe ich für die Bolderntexte. Persönliches verbinde ich mit theologischer Reflexion, Alltägliches mit politischer Wachsamkeit und bringe eine österreichische Stimme ein, die zuhört und nachfragt und dem Leben zutraut,
dass es mehr ist als das, was gerade sichtbar ist.
Kontakt: barbaraschaefer05@gmail.com
Esther Hürlimann
Das Schreiben der Bolderntexte ist für mich eine spirituelle und kreative Aufgabe, die ich als Bereicherung empfinde. Meine Bibelfestigkeit ist sehr selektiv, dafür aber innig-kritisch-beeinflusst durch mein Aufwachsen in einem landeskirchlich-
liberal geprägten Pfarrhaus im Kanton Zürich. Die Faszination für die poetische Kraft der Bibel wurde genährt in meinem Studium der Geschichte, Germanistik und Judaistik. Beruflich war ich nach meinem Universitätsabschluss einige Jahre im Tagesjournalismus tätig, bis ich vor 25 Jahren mit dem Herausgeben und
Schreiben von Büchern begann. Als Sachbuchautorin habe ich mich auf Firmen-
und Familiengeschichten spezialisiert. Zudem leihe ich meine Feder für historische Festreden und schicksalhafte Lebensgeschichten aus. Kontakt: e.huerlimann@pantarhei.ch