Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Psalm 84,2
Der Psalm spricht die Heiligtümer an. Dort wohnt Gott. Es wird nicht ganz klar, ob die Menschen in den Raum treten dürfen oder ob sie nur in die Vorhöfe zugelassen sind. So weiss ich nicht, wo genau Gottes Wohnung ist. Aber das scheint mir auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es, dass ich versuche, auf die Stimme Gottes, der Lebendigen, zu hören. Und das kann ich ohne Heiligtümer, nicht aber ohne Menschen, mit denen ich mich austauschen kann. In meinem Verständnis braucht Gott weder Kirchen noch Kapellen, sondern Menschen, die mit offenen Augen und Herzen festhalten an der Liebe, die uns von der Lebendigen zuteilwird. Und dabei geht es auch darum, immer wieder neu daran zu denken, dass Gott auf der Seite der Armen, der Leidenden, der Unterdrückten steht. Ihnen gilt die Liebe der Lebendigen in erster Linie. Um dies immer wieder neu zu bedenken, brauche ich Menschen, die mit mir unterwegs sind in der Vision, dass Gerechtigkeit und Frieden möglich sind. Das Zusammensein mit Menschen, die diese Vision teilen, ist ein Raum, den ich als Heiligtum erlebe. Denn es entsteht neue Kraft und neue Hoffnung.
Darum: Gesegnete Ostern mit einem Lachen und dem Glauben an das Leben.
Stärke und erneuere du unsere Hoffnung.
Von: Madeleine Strub-Jaccoud