Sehet, dass ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand kann aus meiner Hand reissen. 5. Mose 32,39
Mit einem buchstäblich gewaltigen Lied beendet Mose seine Führungstätigkeit. In gut vierzig Versen rekapituliert er die Geschichte Gottes mit dem Volk Israel, das sich in der Wüste verloren hatte und das dort von ihm gefunden wurde. Vor allem aber handelt das Lied von der erschreckenden Abkehr dieses Volkes von seinem Gott, indem es sich andere Götter schuf. Und als dann immer deutlicher wurde, dass diese «anderen Götter» ihm nicht helfen konnten, weil die Schicksalsschläge immer heftiger wurden – da liess Gott dieses Volk nicht fallen, aber zeigte ihm auf drastische Weise, wie grausam falsch der Weg war, den es selbstgerecht eingeschlagen hatte. Es sollte erkennen, dass es nur einen einzigen Gott gibt, ihn, Jahwe! Und dieser Gott will und wird sich in jeder Hinsicht durchsetzen. «Hört auf das, was Gott euch sagt», schloss Mose sein Lied, «das Wort des Herrn ist kein leeres Wort, sondern es ist euer Leben. Er wird seinem Volk Vergebung schenken und den Fluch der Schuld wegnehmen!» (Verse 43–47)
Wir wissen, dass die Geschichte Gottes mit den Menschen zu jeder Zeit sehr bewegt war, bis auf den heutigen Tag. Aber wir wissen auch, dass Gott zu keiner Zeit aufhörte, seine Menschen – uns alle – auf seinem Weg zu behalten, weil nur er zum Heil führt.
Von: Hans Strub