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11. Dezember 2016

Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet. Zefanja 3,19

Es lohnt sich, bei der heutigen Losung die Zürcher Bibel zur Hand zu nehmen. Dort ist der Text klarer, bildhafter und von einer intensiven Spannung geprägt. «Sieh, in jener Zeit nehme ich mir all die vor, die dich unterdrücken, und das Hinkende werde ich retten, und was versprengt ist, sammle ich, und zu Lobpreis und zu Ruhm mache ich ihre Schande im ganzen Land.»

Stetig wechseln im Buch Zefanja mit seinen nur drei Kapiteln Blickrichtung und Tonalität der Gottesworte. Der «Tag des HERRN» wird einmal als Katastrophe und dann wieder als wunderbare Segenszeit beschrieben. Und das sowohl für das Volk Israel als auch für die übrigen Völker. Da gibt es kein Ansehen der Person.
– Die Habgierigen und Selbstherrlichen knöpft ER sich vor.
– Die Hinkenden rettet (heilt), die Versprengten sammelt ER.

Und wie lautet die Parole angesichts des kommenden «Tags des HERRN»? «Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut!» (2,3)
Beide Begriffe sprechen davon, dass wir unser Leben immer in Beziehung zu anderem Leben sehen und gestalten sollen. Alles ist «relativ» – nicht im Sinne von unklar oder unbestimmt. Wir leben in Relationen, Abhängigkeiten und Verbindungen mit anderen. Und da kann es schon vorkommen, dass wir nicht zu den Hinkenden gehören, denen Schutz versprochen wird, sondern zu den vergesslichen Gewinnern, die ER sich vorknöpft und sie an ihre Verantwortung erinnert.

Von: Anselm Burr

 

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