boldern!   Bolderntexte
 

Publikationen

 
 

Bolderntexte

Bolderntexte Archiv

Mittelteil

Bolderntexte abonnieren

Bestellformular

22. September 2017

Prüft aber alles und das Gute behaltet. 1. Thessalonicher 5,21

Kein Tag, an dem ich nicht Entscheidungen treffen müsste. Soll ich reagieren auf eine Beleidigung oder ist es klüger, eine Nacht darüber zu schlafen? Spende ich Heks oder einer anderen Organisation? Oder beiden? Verzichte ich in diesem Sommer auf die Ferien in Griechenland oder ist es Zeit, mir etwas zu gönnen?
 
Und so weiter und so fort. Kann ich alles prüfen? Behalte ich immer das Gute? Ob banal oder wichtig – nein, das kann ich nicht! Genauso wenig wie ich mich allzeit freuen, ohne Unterlass beten, in allem Dank sagen oder das Böse immer meiden kann. Richtig! Die Aufforderung, alles zu prüfen, ist Teil dieser Liste von Mahnungen, die Paulus den Thessalonichern ans Herz legt. Es sind allesamt Zumutungen. Wir sollen versuchen, was wir nicht können. Aber in der Zumutung steckt auch das Zutrauen. Schliesslich wohnt Gottes Geist in uns. In Römer 12,1 ff. sagt der Apostel: «Verwandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr zu prüfen vermögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.» Verwandlung ist das entscheidende Stichwort. Geistliches Leben ist die Wirkung des Geistes, an der wir mitwirken. Darum kann die Freude allezeit, das Gebet ohne Unterlass und die Gewaltlosigkeit total sein.
Wenn der Apostel uns zumutet, alles zu prüfen, soll uns das also nicht frustrieren, sondern begeistern. Wir dürfen es all-täglich neu versuchen. Der Geist hilft unserer Schwachheit auf.

Von: Ralph Kunz

 

zum Archiv

 

 

Drucken

  Boldern   Tagungszentrum   Boldernstrasse 83   Postfach 1031   8708 Männedorf   +41 (0)44 921 71 11   E-Mail   www.boldern.ch