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1. Oktober 2016

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens. Johannes 6,68

Jesus war einst, wie es scheint, ein in ganz Galiläa gefeierter Wunderheiler und Wanderprediger. Die Welt lag ihm zu Füs­sen. Dann fing er an, Andeutungen über seinen bevorstehenden Tod zu machen. Die Worte seien hart, befanden viele der Jünger, wer könne sie fassen, fragten sie (Vers 60), und viele fielen von ihm ab (Vers 66).

Zurück blieben die Zwölf.

Sie – Ursprung und Zentrum des Christentums – formieren sich gemäss Johannes nicht durch ein Berufungsverfahren, wie bei den anderen Evangelisten, sondern es sind die, die bleiben. Nicht durch Wachsen, sondern durch Abnehmen entsteht das Christentum, könnte man also im Sinne des Johannesevangeliums sagen. Es folgt darin Jesus Christus selber, dessen charismatischer Glanz am Kreuz verlischt.

Und hier, wo die Welt zurückweicht, spricht Petrus, der Sprecher der Zwölf, sein Bekenntnis. Vielmehr: Es bricht aus ihm hervor. «Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.» Im Verschwinden des Glanzes dieser Welt wird sichtbar, wo der Morgenglanz der Ewigkeit aufscheint. Er, Christus, ist das Wort des ewigen Lebens.

Von: Andreas Fischer

 

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