Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach, füreinander und für jedermann. 1. Thessalonicher 5,15

… und jederfrau. Jaja, der liebe Paulus. Der erste Brief an die Thessalonicher sei der älteste Text des zweiten Testaments. Das muss ich einfach einmal glauben, da ich ja kein Bibelwissenschaftler bin. Paulus möchte sich gut um diese junge und unerfahrene Gemeinde kümmern. Er möchte als Beschützer und Wegbereiter den Menschen in Thessalonich unter die Arme greifen, damit sich diese auch ja von den alten Götzen abwenden und dem neuen Evangelium zuwenden und dabeibleiben, denn dann werden dereinst alle mit Christus vereint sein. Leider hat Paulus keine Zeit und so schickt er seinen Schüler Timotheus vorbei. Dieser soll vor Ort nach bestem Wissen und Gewissen für Ruhe und Stabilität sorgen. Als ich noch Jugendarbeiter war, hing im Jugendtreff genau dieser Vers in einem Rahmen an der Wand. «Jage dem

Frieden nach und suche das Gute!»

Das gilt aber bei weitem nicht nur in der Jugendarbeit, sondern für alle Alterskategorien. Wenn ich bedenke, was für Bemerkungen und Sprüche mir auf Besuchen in Alters- und Pflegeheimen zu Ohren kommen, dann hat Paulus mit sei-ner Bitte nach dem Frieden sehr ins Schwarze getroffen hat.

Von: Markus Bürki