Schlagwort: Markus Bürki

17. Januar

Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich
nicht wider dich sündige.
Psalm 119,11

Liebe entspringt im Herzen. Es braucht das Herz, um Leben
möglich zu machen und zu lieben. Und Sie wissen noch von
gestern, wenn Gott die Liebe ist, dann ist die Liebe in uns,
weil wir ja alle fähig sind zu lieben, und diese Liebe entspringt
im Herzen, wo unsere Liebe mit jedem Herzschlag durch
unseren Körper gepumpt wird.
Auf Französisch heisst etwas auswendig lernen «apprendre
par coeur». Also frei übersetzt mit dem Herzen lernen oder
durch das Herz hindurch lernen. Etwas so oft üben, bis es sich
im Herzen festsetzt und dort Spuren hinterlässt.
Mit Gottes Wort ist es auch so. Je öfter und intensiver wir
uns mit seinem Wort beschäftigen, desto mehr tragen wir
sein Wort in unserem Herzen weiter, die Wörter begleiten
uns im Alltag und in der Nacht und vielleicht murmeln wir
sie noch im Schlaf. Wer mit Gottes Wort unterwegs ist, wird
sich seiner Übertretungen vielleicht eher bewusst und kann
versuchen sie umzukehren. In Christus sind wir frei. Was
nicht heissen darf, jeden Tag die roten Linien zu übertreten,
nein, ein Leben in Würde und mit Verantwortung sich selber,
seiner Familie und der Schöpfung gegenüber ist auch ohne
Gottes Wort im Herzen ein wichtiger Schritt. Gilt also für
alle Welt. Die Kirche befindet sich in einem grossen Umbauprozess
und es wäre schön, wenn alle Welt die Liebe als das
Zentrum der Welt weitertragen würde. Amen!

Von: Markus Bürki

16. Januar

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast,
sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
Psalm 71,23

Der Psalm 71 trägt die Überschrift «Bitte um Schutz im
Alter». Es geht auf und ab. Zuerst ist die Betende empört,
dass Gott sich nach all den Jahren quasi in Luft aufgelöst hat,
und am Ende gibt es dennoch ein Happy End. Die Betende
will mit ihren Lippen und ihrer Seele fröhliche Lieder singen,
weil ihre Seele und ihre Lippen erlöst wurden.
Sie kennen das bestimmt. Wie oft beten Sie zu Gott und wie
oft dauert es gefühlt einfach zu lange, bis sich eine Veränderung
der Situation einstellt? Beten ist halt keine Bestellung
per Mausklick, die dann geliefert wird, beten ist vielmehr ein
Austausch von Liebe. Wenn Gott die Liebe ist, dann macht
es durchaus Sinn, mit ihr in Kontakt zu treten und sich an
ihr zu reiben und sich mit ihr zu teilen oder gar sich in ihr
aufzulösen.
Wenn Gott alle Zeit der Welt hat, so erstaunt es nicht, dass
es manchmal etwas länger geht als gehofft. Lippen können
nicht nur fröhlich singen, nein, sie können auch fröhlich küssen
und fröhlich lachen. Möge Ihnen das helfen, wenn es das
nächste Mal einfach gefühlt wieder viel zu lange geht, bis sich
eine Situation verbessert oder eben von Liebe umschlossen
wird. Die Wege des HERRN sind und blieben unergründlich
und wir dürfen grosszügig hoffen und glauben, dass sich
dereinst alles zum Guten wenden wird. Amen!

Von: Markus Bürki

16. November

Gib acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis  ist. Lukas 11,35

Ohne Licht kein Leben. Ohne Leben keine Liebe.

Jesus ist für die Christenmenschen der Überbringer des Lichtes für unsere Welt. Im Johannesevangelium sagt er das sogar selber in der Reihe der «ich-bin-Worte».

«Ich bin das Licht der Welt.» Das muss damals als ziemli-he Provokation dahergekommen sein, war doch Jesus nicht der einzige Wanderprediger in der damaligen Zeit – erzählt wurde also wohl ziemlich viel. Trotzdem haben seine Worte bis heute Bestand und werden weiter überliefert, erzählt und geglaubt. Ist er wirklich der geglaubte Christus? Vieles spricht dafür und doch kann ich es nicht beweisen.

Im Hebräischen steht «das Licht schauen» auch als Synonym für «leben». Licht schauen bedeutet leben. Was bedeutet dann Christus schauen? Das volle Leben!

Als Christenmenschen sind wir «Kinder des Lichtes» und legen uns die «Waffen des Lichtes» an, so Paulus.

Wir besitzen also die volle Macht, Licht zu verbreiten und so die Welt aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken.

Wenn wir nun noch davon ausgehen, dass jeder Mensch ein Abbild der Herrlichkeit Gottes ist und so das Licht in sich trägt … Ja dann sollten wir wahrlich achtgeben, dass dieses Licht in uns nicht erlischt oder finster wird. Das wäre eine Schande, wie mein Opa zu sagen pflegte.

Amen!

Von Markus Bürki

17. Januar

Der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott,
der ewige König.
Jeremia 10,10

«Hauskreis» finde ich ein staubiges Wort. Das hinkt schon beim Lesen. Gegen den Inhalt habe ich gar nichts, aber den Namen sollten wir überdenken, finde ich.

In so einer Runde können sich Menschen gegenseitig ermuntern und bestärken. Mit Liedern und Psalmen, wunderbar. Singen und den HERRN in unseren Herzen wohnen lassen, schön!

Wenn  ich den Gesang am Sonntag in der Kirche (hin-ter der Maske) versuche zu kategorisieren, dann entlockt es mir höchstens ein «peinlich». Wir können vielfach die Melodien nicht wirklich, und es klingt einfach nicht würdig. Eigentlich schade. Sehr schade. Die kirchlichen Lieder haben eine berührende Wirkung für unsere Herzen, wenn sie denn eben klingen.

Wir müssen diese Tradition üben und pflegen, weil sie unseren Herzen und so auch dem HERRN guttut. Wie stellen wir das aber an? Vielleicht mit einigen Menschen, die Freude am Singen der traditionellen Kirchenlieder haben? Oder in einem «Hauskreis»? Mit Psalmen und Lobgesängen? Ich finde es gut, wenn wir uns dazu ermuntern können, gegenseitig offen zu sein und es einfach zu versuchen, weil wir in Christus alle verbunden sind und alle (s)eins. Aber das ist jetzt ein anderer Vers.
Seien Sie mutig!      
Amen

Von Markus Bürki

16. Januar

Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!      Psalm 105,4

Der evangelische Theologiekurs bringt mir jede Woche neue Zusammenhänge und Vernetzungen in meine bisherigen Vorstellungen und Ansichten. Manchmal bin ich verblüfft, wie unwissend ich doch bin, und manchmal erhalte ich ein weiteres Puzzleteil für meinen theologischen Rucksack. Ich füge also immer wieder zusammen und ergänze. Das macht mir sehr grossen Spass und ich bin einfach nur glücklich, das tun zu dürfen.

Und der Psalm 105,4? Was hat der damit zu tun?

Eine ganze Menge, finde ich. Fragen und suchen stehen als Verben im Text, eine gute Wahl, um tiefer zu gehen und um Verstehen überhaupt zu ermöglichen. «Sein Antlitz» wird in einer anderen Bibelübersetzung als «seine Nähe» umschrieben. Nahe bei der Macht Gottes sein, nahe beim HERRN sein, im Austausch, beim Erkunden und Erforschen und in gegenseitigem Wachstum. Gott ist die Liebe und je mehr ich davon erfahre, umso liebender werde ich hoffentlich werden, für diese Welt und mich selber und meine Mitmenschen. Allezeit sollen wir das tun! Jetzt, beim Lesen dieses Textes, und danach und immer weiter, bis …

Legen Sie den Text beiseite und fragen Sie jetzt nach dem HERRN und suchen Sie sein Antlitz!

Amen!

Von Markus Bürki