Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte
meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht
ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.
Jesaja 49,4
Also mein Lohn kommt immer pünktlich und der Arbeitgeber
wird mir auf der Abrechnung jeweils mit «HERR im Himmel,
Wolke 7» angegeben. Ich nehme an, das ist bei Ihnen
auch so – oder nicht? Und je nach meiner Leistung gibt es
natürlich noch einen Bonus vom Himmelreich.
Ich scherze natürlich. Auch mein Lohn wäre ohne zahlende
Kirchenmitglieder nicht möglich. Unser irdisches System
braucht es, damit wir uns überhaupt mit dem Geistigen
beschäftigen können.
Für Menschen da sein, Beziehungen aufbauen und Menschen
bis an ihr Lebensende begleiten – eine wunderschöne
und auch immer wieder aufreibende Aufgabe. Unser Tun
ist also mitnichten unnütz oder vergeblich, auch wenn die
Früchte nicht immer sofort ersichtlich sind. Wir haben Zeit,
sind für Menschen da und wir dürfen auf die wunderbare
Geschichte dieser christlichen Tradition zurückgreifen.
Das Verbindende ist doch die Tatsache, dass sich Menschen
auch schon vor vielen tausend Jahren mit genau denselben
Worten getröstet und gestärkt haben. Diese Kraft ist
es, die uns beim Bibellesen und Beten immer wieder entgegenströmt,
wunderbar.
Gottes Lohn fliesst also doppelt zu uns.
Von: Markus Bürki