Der Kerkermeister freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war. Apostelgeschichte 16,34

Eine Nacht im Gefängnis von Philippi, der römischen Stadt
in Nordgriechenland. Am Vortag sind zwei jüdische Männer
in der Sicherheitszelle eingesperrt worden: Paulus und Silas.
Der Gefängniswärter erlebt drei heftige Erschütterungen.

1.Ein riesiger Schreck: Ein starkes Erdbeben weckt den
Aufseher. Die Türen und Fesseln des Gefängnisses sind aufgebrochen.
Er rechnet damit, dass alle Gefangenen geflohen
sind. Weil er als Wächter versagt hat, will er sich das Leben
nehmen.

2.Eine positive Überraschung: Der Wärter hört den lauten
Ruf von Paulus. «Tu dir nichts an! Wir sind alle noch hier!»
Zitternd rennt er ins Gefängnis und wirft sich vor den zwei
Sicherheitsgefangenen auf die Knie. Er führt sie hinaus und
fragt: «Meine Herren, was soll ich jetzt tun?»

3.Eine neue spirituelle Orientierung: Paulus und Silas spielen
sich nicht als Herren auf. Sondern sie reden vom jüdischen
Glauben, dass Gott der einzige Herr ist. Und von der
Überzeugung der Christen, dass Jesus den gleichen Titel
trägt: «Setze dein Vertrauen auf Jesus, den Herrn.»
So kommt es zur Überraschung, dass sich der Angestellte
einer römischen Stadt dem jüdisch-christlichen Glauben
anschliesst. In einer gemeinsamen Mahlzeit teilt der Aufseher
die Freude mit seiner ganzen Familie.

Von: Andreas Egli