Der HERR spricht: Ihr habt gesehen, wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. 2. Mose 19,4

Wie oft sah ich einem Adler zu, wie er kreist und kreist, und
wie er von seinen weiten Flügeln getragen wird. Dieses Bild
zeigt, dass der Adler nicht loslässt und dass das Kreisen ihm
auch Freude macht.
Das Volk ist in der Wüste angekommen. Mose steigt
auf den Gottesberg, den Sinai, und vernimmt dort Gottes
Stimme. Gott will das Volk weiter begleiten. Er will aber
auch eine gewisse Verpflichtung spüren, dass das Volk auf
dem richtigen Weg, auf dem Weg der Lebendigen, weitergeht.
Deshalb sagt er zu Mose, er wolle mit dem Volk einen
Bund schliessen. Durch diesen Bund wird das Volk zu einem
speziellen Volk, zu Gottes Eigentum. Aber damals wie heute
fällt es uns manchmal schwer, Eigentum der Lebendigen zu
sein. Vielmehr möchten wir heute wie damals unsere Entscheidungsfreiheit
haben. Und das ist gut so. So wie die
Menschen damals auf dem Weg waren, gehen wir auf unserem
Weg. Dieser hat Höhen und Tiefen, ist geprägt vom Vertrauen
auf Gottes Mit-uns-Sein und von Gottes Ferne. Der
Bund aber steht und ist ein Versprechen, dass Gott da ist mit
seiner Liebe zu den Menschen und der ganzen Schöpfung.
Darauf dürfen wir vertrauen und uns Kraft schenken lassen.
Damit auch wir kreisen und kreisen können.
Danke, dass du mit uns gehst.

Von: Madeleine Strub-Jaccoud