Das Volk verwunderte sich, als sie sahen, dass die Stummen redeten, die Verkrüppelten gesund waren, die Lahmen gingen und die Blinden sahen; und sie
priesen den Gott Israels. Matthäus 15,31

Im Verb «verwundern» steckt das Wort «Wunder». Und
die Wunder kommen im obigen Vers gleich in der Mehrzahl
vor! Ein Wunder aus meiner Lebenswelt: Ein Mädchen im
jugendlichen Alter hatte viele Probleme, gesundheitliche,
psychische, schulische. Hilfsangebote kamen meist nicht
an. Schliesslich kam die junge Frau auf die Idee, die Schule
vorzeitig zu beenden und eine Lehre zu beginnen. Sie bekam
einen Schnupperlehrplatz in einer Institution, die keine
Zeugnisse oder Beurteilungen von ihr verlangte. In ihrer
Schnupperwoche blühte sie auf und bekam die Lehrstelle!
Seit sie diese Perspektive hat, läuft es wieder. Manchmal
macht sie nun sogar Dinge, die für sie eher unangenehm
sind. Ein Wunder? Eine glückliche Fügung?
Der Glaube an jemanden und der Glaube an sich selbst sind
grosse, wunderbare Kräfte. Manchmal braucht es jemanden
von ausserhalb, der oder die in einem anderen Menschen
etwas sieht, das diesem unmöglich scheint, und damit verschüttete
Kräfte in Gang setzt. Im Fall dieses Mädchens war
es die Arbeitgeberin.
Einen Menschen realistisch zu «erfühlen» und seine verschütteten
Kräfte in Gang setzen, etwa so stelle ich mir auch
die Heilungskräfte von Jesus vor.

Von: Katharina Metzger