Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände. Psalm 143,5

Sind wir geplagt von verurteilenden Gedanken und einer düsteren Stimmung, ist es ein erprobtes Mittel, sich zu sagen: Auf jeden dunklen Gedanken will ich einen positiven finden! Und das immer wieder. So eröffnen wir in unserem Hirn eine neue Bahnung, die mit der gewohnten breiten Nervenverbindung, auf der die düsteren und vernichtenden Gedanken fahren, in Konkurrenz treten kann. Ausbalancieren nennt man das, und es ist wichtig und heilsam und hilft, aus dem Loch herauszufinden.

So kann man auch, wie die Losung rät, in frühere Zeiten zurückgehen und die schönen, tröstlichen Erinnerungen hervorholen.

Die Losung fordert auf, sich auch an Gottes Eingreifen zu erinnern, zu den Momenten zurückzukehren, als man das Gefühl hatte, Gott habe geholfen. Das kann eine vergangene Fügung sein, die einen positiven Schritt einleitete, aber auch die Erinnerung an eine Zeit, als man dieses Eingreifen als von Gott gesandt erleben durfte.

David schrieb diesen Buss- und Klagepsalm, als er erschöpft war und verfolgt wurde. Der Feind hatte ihn gezwungen, «im Dunkeln zu sitzen wie die längst Verstorbenen».

Von: Kathrin Asper