Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat. Psalm 95,6

Ehrlich gesagt: Ich knie nicht oft. Aber doch …
Heute kniete ich im Gemüsebeet. Wenn ich mich zu den
kleinen Pflanzen niederbeuge, schmerzt nach einiger Zeit
mein Rücken. Also knie ich mich lieber nieder – Gottes
Schöpfung kommt mir so näher.
Knien um anzubeten war mir fremd – und doch hat es
mich fasziniert. Mir war bewusst, dass mein Aufrechtstehen
und -gehen nicht selbstverständlich ist. Natürlich kannte ich
sitzen und liegen – aber knien? Das klingt nach Unterwerfung.
Niemals!
Aber dann versuchte ich zu verstehen und lernte: Knien
heisst sich selbst zurücknehmen und Beziehung wahrnehmen.
Ich konzentriere mich auf Gott, ich trete bewusst mit
Gott in Beziehung.
Welches Glück und welche Freude sprechen aus diesem
Ruf: Kommt, lasst uns anbeten und knien! Sind wir nicht Teil
von Gottes wunderbarer Schöpfung?
Ich freue mich schon darauf, das nächste Mal im Gemüsebeet
zu knien.

Von: Barbara und Martin Robra