Auf alle Gottesverheissungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. 2. Korinther 1,20

Amen sagen wir auch, wenn wir «Ja und Amen» sagen zu
einem nicht gerade guten Angebot. «So sei es», meinen wir
mit Amen und genauer: Das Gehörte hat für mich Gültigkeit.
Die Worte Gottes bekräftigen wir mit Amen und seine
Worte verankern sich in uns und sind gültig.
Mit Jesus Christus kommt das Ja in die Welt, das Bekenntnis
zum Leben, zur Lebendigkeit, zu Gott als liebendem Vater.
Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, macht sich der Frühling
bemerkbar, Knospen spriessen, die ersten Blumen erscheinen,
die Lärchen färben sich in ein zartes Grün.
Das Ja zum Leben meldet sich zurück. «Frühling lässt sein
blaues Band wieder flattern durch die Lüfte», wie Josef von
Eichendorff dichtete.
Und so lautet der griechischorthodoxe
Ostergruss:
«Christos anésti – alithos anésti!»: Christus ist auferstanden
– er ist wahrhaftig auferstanden!
Das gilt auch für den Frühling mit den spriessenden Knospen,
den Veilchen und dem zarten Grün in den Bäumen: Das
ist für mich auch Auferstehung.
Das neue Leben im Frühling spiegelt für mich das Ja in und
mit Jesus Christus im weitesten Sinne.

Von: Kathrin Asper