David sprach zum HERRN: Ich habe schwer gesündigt, dass ich das getan habe. Und nun, HERR, nimm weg die Schuld deines Knechts. 2. Samuel 24,10
Ob in der Thora, den Schriften der Propheten, den Geschichtsbüchern oder Psalmen – in der ganzen hebräischen Bibel geht es immer wieder um das falsche Vertrauen der Mächtigen in ihre Schwerter und Streitwagen an Stelle der Hilfe des lebendigen Gottes. Immer wieder entsteht dadurch Unheil. Hier lässt David die wehrfähigen Männer zählen, zahlt aber nicht das dafür vorgeschriebene Kopfgeld. Dadurch riskiert er das Leben von wahrscheinlich 70 000 Männern, die als Strafe Gottes an der Pest erkranken. Grausig.
Zehn Tage nach Ostern wird der Kontrast zwischen der Welt dieses Textes und der Botschaft vom Neuanfang und Sieg des Lebens über Sünde und Tod in Kreuzigung und Auferstehung Jesu nur umso deutlicher. «Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden», grüssen sich vor allem orthodoxe Christinnen und Christen in der Osterzeit. So ermutigen sie sich gegenseitig. In den Rufen nach Waffen und Armeen wächst die Angst. Im Licht der Osternacht leuchtet Hoffnung auf.
Herr, vergib uns unsere Schuld, gib uns deinen Frieden und das Leben, das du uns in Christus schenkst.
Von: Barbara und Martin Robra