Wer den HERRN fürchtet, hat eine sichere Festung. Sprüche 14,26

Die Zürcher Bibel übersetzt die Verse 26 und 27 (die zusammengehören)
so: «In der Furcht des Herrn liegt feste Zuversicht,
sie wird auch den Kindern eine Zuflucht sein. Die
Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, mit ihr entgeht
man den Fallen des Todes.» Die Furcht, von der hier zweimal
die Rede ist, meint eine respektvolle Beziehung; es geht um
das Wissen, dass Gott zu mir steht, für mich sorgt, es mit
mir gut meint. Im zweiten Satz wird das mit dem Bild der
Quelle sehr deutlich ausgeführt. Und in dieser festen und gut
gegründeten Beziehung zu Gott liegt, was Mut zum Leben
und Hoffnung auf eine gute Zukunft gibt: die Zuversicht. Sie
ist da und gibt Boden unter die Füsse, sie schützt vor Unsicherheiten
und Ängsten («Festung»), sie ist für alle, auch
für die nächste Generation, ein gesicherter Ort zu jeder Zeit.
Auf Zuversicht gründet die Hoffnung, dass mich das, was
kommt, nicht zusammenstauchen oder gar erdrücken wird,
sondern dass ich die Kraft habe, mich ihm zu stellen. Das gibt
mir eine Standfestigkeit, die ich brauche, um nicht mutlos
zu werden. Um weiterhin Vertrauen ins Leben zu behalten
und mit Energie die nächsten Schritte zu machen, die vor
mir liegen. Wenn ich mir diese Kraft nehmen lasse, könnte
ich abstürzen und fallen. Diese Beziehung zu Gott, diese
«Gottesfurcht
», lässt sich täglich neu bekräftigen im Gebet,
im Zutrauen auf Gottes Präsenz in jedweder Situation.

Von: Hans Strub