Ich, der HERR, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige, dein Erlöser. Jesaja 60,16

Am 17. Juni 1953 kam in über 700 Städten in der DDR zu
einem dramatischen Volksaufstand, der bis zum Abend mit
Panzern und anderen Waffen der damals dort Mächtigen
brutal und nachhaltig niedergeschlagen wurde. Der Gegensatz
zum heutigen Jesajavers könnte heftiger kaum sein: Der
Mächtige hier ist Gott, sein Einsatz von Kraft und Macht
bringt Erlösung. Bringt neue Lebensmöglichkeiten, bringt
Kraft und Lebensmut, bringt Heil und Zukunft, bringt «Rettung
» (Zürcher Bibel) und Licht. «Mache dich auf, werde
licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn
ist aufgestrahlt über dir!» So beginnt das Kapitel, aus dem
unser heutiger Satz stammt (Verse 1–2). Auch die folgenden
Verse strahlen und unterstreichen, was dann später so
zusammengefasst wird, wie wir es heute lesen.
Aber kann ich das glauben, wenn ich vor den Grabsteinen
derer stehe, die damals umkamen? Kann ich das glauben,
angesichts der Bomben und Drohnen in der Ukraine? Angesichts
des Terrors an so vielen Plätzen in der Welt? Was hier
der Stadt Jerusalem, der «Tochter Zion» zugerufen wird,
gilt ab der Zeitenwende für die ganze Welt und alle Völker.
Also auch heute und für uns: Gott hat die Kraft und die
Macht und den Willen, uns ein Leben in Fülle und im Licht
zu ermöglichen. Daran dürfen wir glauben. Darauf können
wir vertrauen, auch dann, wenn irgendwo wieder Panzer und
Bomben drohen!

Von: Hans Strub