Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehren einziehe! Psalm 24,7

«Macht hoch die Tür!» Diese adventliche Losung lädt ein,
Pfingsten wie Weihnachten zu feiern. Es wird manchmal
angemerkt, Pfingsten sei so unanschaulich als Fest; es sei
schwierig, sich vorzustellen, was da eigentlich passiert.
Aber probieren wir es einmal so:
«Unser Heiland ist nun da!» «Christ ist erschienen, uns
zu versühnen.» «Heut schliesst er wieder auf die Tür zum
schönen Paradeis.» «Unser Kerker, da wir sassen und mit
Sorgen ohne Massen und das Herze selbst abfrassen, ist
entzwei, und wir sind frei.» «Eins aber, hoff ich, wirst du mir,
mein Heiland, nicht versagen, dass ich dich möchte für und
für in, bei und an mir tragen.» «Die ihr arm seid und elende,
kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände.» «Das ewig
Licht geht da herein, gibt der Welt ein’ neuen Schein.»
Ich habe etwas wahllos Zeilen aus Weihnachtsliedern aneinandergereiht,
um uns zu vergegenwärtigen, dass Pfingsten
wirklich das Fest der Gottesgegenwart in und unter uns ist.
Der Heiland kommt in der Gemeinde zur Welt. Wer Gott
sucht, findet ihn in der Kirche. Wo zwei oder drei im Namen
von Jesus versammelt sind, da werden Menschen aufgerichtet,
getröstet, wiederhergestellt, befreit.
Das schreibe ich notabene ohne Fragezeichen.

Von: Benedict Schubert