Der HERR wird Zion wieder trösten. Sacharja 1,17

Die Schauungen Sacharjas berichten von der Zukunft Jerusalems.
Siebzig Jahre Strafe sind genug. Die Boten bringen
Trost. Wie viel Verbindlichkeit liegt im Trost? Ist er eine Hilfe
im Moment? Dann ist wieder die Realität zu bewältigen. Und
doch kann Trost eine schwere Situation erträglicher machen.
So könnte es den Israeliten ergangen sein. Sacharja spricht
vom Trost für ein ganzes Volk. Hier wird Trost politisch,
denn ein ganzes Volk soll die Hilfe erhalten und soll spüren,
dass Gott derjenige ist, der sie bringt. Bestimmt ist auch
wieder Geduld gefragt. Es vergeht viel Zeit, bis der Tempel
wieder aufgebaut ist. Unweigerlich denke ich an die leidenden
Menschen im Gazastreifen. Welchen Trost brauchen sie,
welche Kraft kann ihnen Hilfe schenken? Vergessen sind sie
und Boten gibt es keine. Oder doch? Es gibt Menschen, die
den Mut haben, Hilfe zu bringen. Es gibt uns, die wir uns an
die Seite dieser Menschen stellen und für sie beten können.
Gewiss ist, sie brauchen mehr als Trost. Sie brauchen Wasser,
Nahrung, Aufbauhilfe. Und so sind wir gefragt, beharrlich zu
sein. Und sie, und das scheint mir so wichtig, sie brauchen
Zeichen, dass sie nicht vergessen sind. Boten? Ja, aber bitte
ganz realistische.
Schenke du den Menschen in Gaza Hilfe.

Von: Madeleine Strub-Jaccound