Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. Jesaja 52,10
Ui! Das ist ein Satz, den ich auch noch ein drittes Mal lesen muss, bis ich ihn dann beim vierten Mal endlich fassen kann. Es geht also nicht um den Arm, den Gott vor die Augen der
Völker hält. Dann könnten sie ja nichts mehr sehen!
Nein, es geht um die ausgestreckte Hand, die so weit reicht, dass auch das letzte Ende, das kleinste Licht und die dunkelste Gasse Gottes Heil sehen kann.
Und dies bedeutet, dass einerseits alle Menschen Gottes Heil überall finden können, wenn sie dafür offen sind. Andererseits heisst das aber auch, dass Gottes Heil bis an aller Welt Enden reicht und allen Menschen gilt.
Auch denen, die am Ende sind und nicht mehr weiterwissen. Und denen, die wir vielleicht nur als unbedeutendes Licht am Rande wahrnehmen, obwohl sie genauso leuchten wie wir. Nur dass sie nicht genug Geld haben, um ihre Häuser mit grossen Leuchtern zu krönen.
Und ebenso all jenen, die sich in den dunklen Gassen verstecken – müssen: um ihre Liebe heimlich zu leben und ein von uns konstruiertes Anderssein zu verstecken, weil schon zu oft Freunde ihrer Liebe wegen bedroht und verletzt wurden.
Ihnen und uns allen gilt die Liebe und das Heil Gottes. Immer und überall.
Von: Jan Simowitsch