Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Jeremia 23,5

Was für eine Verheissung! Und wenn ich sehe, wie seine Jünger ihn anhimmeln, ihn als Messias feiern und sich ihm bei-nahe unterwerfen, weil er der neue König ist und die Welt zu einem besseren Ort machen will – dann wird mir schlecht! Wie kann man nur auf die Idee kommen, einen Typen wie Trump beinahe gottgleich zu verehren? Und das meine ich gar nicht im übertriebenen Sinn. Mit welchen Attributen er in der konservativ-christlichen Welt der USA bedacht wird, ist mir unheimlich. Denn dass er nun offenkundig keine religiöse Lichtgestalt ist, müsste doch für jeden klar sein! Er zerstört die Weltordnung, wie wir sie kennen, er bricht die Regeln, die mühsam nach dem Zweiten Weltkrieg erarbeitet worden sind. Und alle vermittelnden, zehnmal abgewogenen

Worte der klügsten Menschen prallen an ihm ab.

Und wie war das damals bei Jesus? Hat er nicht auch die Ordnung komplett auf den Kopf gestellt und einfach sein Ding durchgezogen? Das Gefährliche an dieser scheinbaren Parallele ist, dass die Erfüllung einer Verheissung immer an den Glauben daran gebunden ist. Doch die Verheissungen Trumps sind für meisten Menschen nicht im Geringsten verheissungsvoll. Er hat nur sich im Blick. Gott dagegen sieht uns alle als Ebenbild. Und Jesus sagte: «Die Mächtigen stürzt Gott vom Thron.» Daran will ich glauben.

Von: Jan Simowitsch