Der HERR hat das Recht lieb. Psalm 37,28

«Meide das Böse und tue das Gute, und du wirst auf ewig
bleiben. Denn der Herr liebt das Recht, und er verlässt seine
Getreuen nicht, auf ewig sind sie behütet, das Geschlecht
der Frevler aber wird ausgerottet. Die Gerechten werden
das Land besitzen und für immer darin wohnen.» In diesem
Zusammenhang steht der knappe Satz von heute (Verse
27–29). Das Gute tun ist also «recht». Und Gott liebt das.
Mehr noch: Gott gibt denen, die so leben, den Gerechten,
eine Zukunft, die alles überstrahlt. Das Wort «ewig» meint
hier: von jetzt ab ohne Begrenzung. Jemand, der das Recht
«liebt», tut ihm also mehr als einfach die Ehre erweisen.
Oder es schätzen. Wer das Recht liebt, legt sein ganzes
Herz darein, das Gute zu tun. Selbstlos, auf andere gerichtet,
damit es denen rundum gut geht. So handelt Gott, wird
hier gesagt: Mit Liebe. Aus Liebe. Durch Liebe. Liebe zu den
Menschen, Liebe zum Volk, Liebe besonders zu jenen,
die versuchen, «im Recht» zu leben, die «gerecht» sind. Ihnen
verspricht er Land – wer Gutes tut aus Liebe, uneigennützig,
bekommt Gottes Zuwendung im Besonderen.
Im Psalm 37 ist oft von den Armen die Rede – ihnen kommt Gottes
Liebe also besonders zu. Sie können sich von Gott Zukunft
erwarten. Es wird ihnen zuletzt gut gehen (Vers 37). Das ist
Gottes «Option für die Armen» und ein klarer Auftrag an
uns im Hier und Jetzt: Gerechtigkeit zu üben und denjenigen
eine Stimme zu geben, die am Rand der Gesellschaft stehen.

Von: Hans Strub