Singt und musiziert dem Herrn aus vollem Herzen. Epheser 5,19

«Singen macht glücklich»: Mit diesem Slogan wirbt ein
benachbarter Männerchor. Ich selbst singe im Kirchenchor –
und ja, Singen tut gut, entspannt und bereichert. Ich verstehe,
dass Singen und Musizieren dem Gotteslob und dem Dank
dienen, wie Paulus schreibt. Anders ausgedrückt hat es nicht
nur eine akustische, sondern auch eine spirituelle Dimension.
Und diese lässt sich wissenschaftlich (neurologisch) belegen.
So habe ich in einem Artikel in der Zeitschrift «bref»
gelesen, Musik erzeuge einen intimen Stimulus. So komme
es – am Beispiel des «Erbarme-dich-Gesangs» beschrieben –
zu einem Phänomen, das emotionale Ansteckung genannt
wird. Plötzlich fühlten die Zuhörenden wie alle andern rundherum.
Das erinnert mich an den letzten Weihnachtssonntag.
Am 24. Dezember starb nach langjährigem Aufenthalt im
Pflegezentrum und über 93-jährig meine Mutter (heute hätte
sie Geburtstag.). Am Weihnachtstag sangen wir mit dem
Chor in unserer eindrücklichen spätgotischen Kirche in Elgg.
Das ging fest ans Herz! Da habe ich etwas von dieser Ansteckung
gespürt und mich getragen gefühlt. Noch ein anderer
Tipp: Singen Sie auf einer langen Wanderung, wo Sie schon
von weitem das ersehnte Ziel sehen, Lied RG 346 (Bewahre
uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unseren Wegen)
mit seinem swingenden Rhythmus vor sich hin. Sie werden
erfahren, wie Ihre Schritte leichter werden!

Von: Bernhard Egg