Gott ist unsere Zuversicht und unsere Stärke, eine Hilfe in den grossen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht. Psalm 46,2–3

Die Angst vor Katastrophen hat in der Gemeinde Gottes
keinen
Platz – so steht es in einem Kommentar zum
Psalm 46. Und so endet dieser Psalm denn auch mit der
vertrauensvollen Aussage, dass Gott, «der Herr der Heerscharen,
mit uns und eine Burg für uns» ist. In der heutigen
Welt, die an verschiedenen Orten auf sehr unterschiedliche
Weise bebt, braucht es sehr viel Zutrauen in Gottes Kraft,
solche Verse nachzusprechen oder, wie offensichtlich in
alten Zeiten, nachzusingen. Und doch – nicht nur die Bibel,
auch Berichte aus allen Geschichtsperioden bezeugen, wie
Menschen beim gemeinsamen Singen und Beten Hoffnung
geschöpft haben. Wie ihr Sich-Einlassen auf solche Sätze sie
verändert hat. Ihnen Widerstandskraft und starke Resilienz
gegeben hat. Sie zuversichtlich gemacht hat, dass sich Gott
mit seinem Willen für die Welt durchsetzt. Und wie diese
Zuversicht übergegriffen hat auf jene, die aussen vor geblieben
und dann doch zu den Singenden gestossen sind. Der
Krieg oder die Winde, die die Wellen vor sich hergetrieben
haben, sind durch das Singen und Beten nicht einfach verschwunden.
Aber etwas hat sich in den Menschen verändert:
Die lähmende Angst wird etwas schwächer. Das tönt nach
wenig, ist aber in der grossen Not sehr viel. Und lässt uns
weitergehen.

Von: Hans Strub