Jesus spricht: Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Johannes 12,26
Dieses Wort Jesu ist kurz, klar – und zugleich herausfordernd.
Es enthält eine Einladung, eine Bedingung und eine
Verheissung.
Eine Einladung: Jesus zwingt niemanden. Er spricht nicht
von Pflicht, sondern von einem freien «Wer will». Nachfolge
beginnt nicht mit Druck, sondern mit einem inneren
Entschluss. Es ist die Frage, die uns heute gestellt wird: Will
ich Jesus dienen?
Eine Bedingung: Hier wird es konkret. Dienen bleibt nicht
theoretisch. Es bedeutet Nachfolge. Und Nachfolge heisst:
gehen, wo Jesus geht. Aber wo geht Jesus hin? Nicht in Machtzentren.
Nicht in Bequemlichkeit. Er geht zu den Menschen
am Rand. Er geht in die Hingabe. Er geht – wie wir aus dem
Johannesevangelium wissen – letztlich ans Kreuz. Nachfolge
heisst deshalb auch: den eigenen Vorteil nicht immer an die
erste Stelle zu setzen; den Mut zu haben, anders zu handeln
als die Mehrheit; Liebe zu leben, auch wenn sie etwas kostet.
Eine Verheissung: «… und wo ich bin, da soll mein Diener
auch sein.» Das ist ein tiefes Versprechen. Wir gehen schwierige
Wege nicht allein.
Von: Carsten Marx