Ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich erkennen
sollen, dass ich der HERR bin. Jeremia 24,7
Wem will Gott ein Herz geben? Wer hat denn kein Herz?
Gibt es das?
Sicherlich – denn wir reden ja von herzlosen Menschen.
Ein herzloser Mensch ist blind für die Mitmenschen und
für Gott, hart und kalt – beziehungsunfähig. Herzlosigkeit
hat keine Zukunft. Gott hat die Gefangenen Judas weggeschickt
ins Land der Chaldäer. Doch nun will er ihnen ein
Herz geben, dass sie Gott erkennen sollen.
Dies soll ein Neuanfang sein, eine Wende zum Guten, ein
Versprechen auf Zukunft. Alles andere soll verflucht sein an
allen Orten der Welt, mit allem, was dazugehört: Schwert,
Hungersnot, Pest.
Müssen Menschen erst in die Gefangenschaft geraten,
bevor in ihnen ein Herz schlägt, das sie fühlen lässt? Fühlen
lässt, worauf es wirklich ankommt im Leben: Gott lieben und
damit die gesamte Schöpfung.
Müssen Menschen erst ihre Freiheit verlieren, bevor sie
begreifen, welche Aufgabe Schmiede und Schlosser haben:
Pflugscharen schmieden statt Schwerter. Soll nicht alles, was
wir tun, dem Leben dienen und nicht der Macht?
Gott liebt es, zu pflanzen und zu bauen – warum sollten wir
dann nicht auch liebevoll eine lebendige Zukunft pflanzen
und bauen?
Von: Barbara und Martin Robra