David betete: So bekräftige nun, HERR, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, und tu, wie du geredet hast! 2. Samuel 7,2

Das Kapitel spielt mit den verschiedenen Bedeutungen, die
das hebräische Wort «Haus» hat. Am Anfang geht es um das
Haus des Königs – den Palast, den David in Jerusalem bauen
liess. Dann taucht die Frage auf, ob es nicht auch für Gott ein
Haus geben sollte – einen Tempel, in dem er wohnen kann.
Aber diesen Bau wird David nicht mehr erleben, sondern
erst sein Sohn Salomo. Damit rückt eine dritte Bedeutung
in den Vordergrund. Nun steht das Wort für die Familie, für
die Gemeinschaft der Menschen, die in einem Haus leben.
Und für die Menschen, die das Leben in den nächsten Generationen
weitertragen werden. Im Fall des Königs ist dies
eine Dynastie, in der die Macht jeweils auf einen Thronfolger
übergeht. Der Prophet Natan gibt David die Zusage: «Dein
Haus und dein Königtum wird für alle Zeit Bestand haben.»
(Vers 16)
Der Losungsvers gehört zum Gebet, mit dem David auf
diese Verheissung antwortet. Er bittet, Gott solle das Versprechen
wahr machen. Vielleicht denkt der Text an eine
spätere Zeit, in der es in Jerusalem keinen Palast und keinen
Tempel mehr gab. Aber die Hoffnung blieb lebendig: Es wird
wieder einmal einen Nachkommen von David geben, der im
Auftrag von Gott für Gerechtigkeit sorgt.

Von: Andreas Egli