Seht die Lilien, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Lukas 12,27

Gott zeigt seine Herrlichkeit immer wieder: in der Natur, in den kleinen und grossen Wundern. Schauen wir auf die Lilie, sie wächst und gedeiht. Bis zu drei Meter hoch wird die Riesenlilie. Aus einer kleinen Knolle wächst sie und entfaltet ihre Schönheit. So zeigt sich uns Gott. Wir müssen nur Ausschau halten nach den vielen Wundern. Es braucht Neugierde, ein offenes Herz und die Bereitschaft, stehen zu bleiben, hinzuschauen und uns auf die Suche nach der Herrlichkeit zu begeben. Suchen wir immer wieder Gottes Werke? Staunen wir und bemerken, dass Leben nicht selbstverständlich ist? Gott sorgt aktiv für seine Schöpfung, wir Menschen dürfen auch mal loslassen und darauf vertrauen, dass Gott für uns sorgt. Die Schönheit der Lilie, sie ist ein Geschenk, nicht das Ergebnis von Arbeit. Gott kleidet die Lilie mit dem, was sie benötigt, ein. Ihr Gewand wurde bereits gefertigt von Gott, es muss nicht selbst gewebt oder geschneidert werden. In der Liebe zur Lilie hat Gott dies bereits getan. Und so, wie das Kleid der Lilie bereits da ist, so erhielten die Menschen von Gott Gnade, die Zuwendung, die Zusage: Ja, ich sorge für dich. Die Frage ist: Hören wir diese Zusage und erkennen wir, wann und wo uns Gott immer wieder umsorgt, bekleidet und so reichlich beschenkt?

Von: Simon Sigrist-Hellingman