Schlagwort: Simon Sigrist

27. April

Seht die Lilien, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Lukas 12,27

Gott zeigt seine Herrlichkeit immer wieder: in der Natur, in den kleinen und grossen Wundern. Schauen wir auf die Lilie, sie wächst und gedeiht. Bis zu drei Meter hoch wird die Riesenlilie. Aus einer kleinen Knolle wächst sie und entfaltet ihre Schönheit. So zeigt sich uns Gott. Wir müssen nur Ausschau halten nach den vielen Wundern. Es braucht Neugierde, ein offenes Herz und die Bereitschaft, stehen zu bleiben, hinzuschauen und uns auf die Suche nach der Herrlichkeit zu begeben. Suchen wir immer wieder Gottes Werke? Staunen wir und bemerken, dass Leben nicht selbstverständlich ist? Gott sorgt aktiv für seine Schöpfung, wir Menschen dürfen auch mal loslassen und darauf vertrauen, dass Gott für uns sorgt. Die Schönheit der Lilie, sie ist ein Geschenk, nicht das Ergebnis von Arbeit. Gott kleidet die Lilie mit dem, was sie benötigt, ein. Ihr Gewand wurde bereits gefertigt von Gott, es muss nicht selbst gewebt oder geschneidert werden. In der Liebe zur Lilie hat Gott dies bereits getan. Und so, wie das Kleid der Lilie bereits da ist, so erhielten die Menschen von Gott Gnade, die Zuwendung, die Zusage: Ja, ich sorge für dich. Die Frage ist: Hören wir diese Zusage und erkennen wir, wann und wo uns Gott immer wieder umsorgt, bekleidet und so reichlich beschenkt?

Von: Simon Sigrist-Hellingman

26. April

Gott hat den Menschen aufrichtig gemacht;
aber sie suchen viele Künste. Prediger 7,29

Welchen Fokus setzen wir in unserem Leben? Wie schaffen wir es, immer wieder aufrichtig zu sein und uns korrekt zu verhalten? Wo und wann üben wir uns, aufrichtig und nach Gottes Willen in dieser Welt zu leben? Wann überkommt uns die ach so menschliche Reaktion und wir verfallen den Versuchungen des Lebens, der Macht des Geldes, der Macht der Ablenkung? Unser Losungstext ist das Ergebnis der Forschungen des Predigers Salomo. Es ist eine anthropologische Beobachtung: Wir Menschen sind zwar von Gott aufrichtig und anständig geschaffen, dennoch suchen wir immer wieder nach Ablenkungen statt nach Gott. Wir gehen vielen Künsten, vielen Erfindungen, vielen Begehren nach, statt Gott zu suchen. Wir gehen unseren Leidenschaften nach. Wenn wir uns in unseren Leidenschaften ausleben – der «Ablenkung» nachgehen und nachgeben –, finden wir darin immer wieder Momente, in denen wir stolz, zufrieden oder ganz erfüllt sind. In diesen Künsten – egal ob gestalterisch, musikalisch, poetisch; in unseren Leidenschaften – dürfen wir die Gaben von Gott erkennen. Gott lässt uns wachsen und streben und schenkt uns diese Gaben. Nehmen wir aber auch unseren Prediger Salomo ernst, sodass wir Ziele setzen, die uns helfen können, Gott zu suchen. Setzen wir uns immer wieder den Reiz und das Ziel, aufrichtig auch in unserem Streben nach Gottes Willen zu leben.

Von: Simon Sigrist-Hellingman