Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. Hesekiel 34,16

Dies ist die wunderbare Barmherzigkeit Gottes, von der wir gestern schon gehört haben. Sie lässt mich spontan an Jesus und sein Leben denken. Er hat das umgesetzt, was Gott versprochen hat: Verlorene suchen und Verirrte zurückbringen, das einzige Schaf oder auch den einzigen Menschen, der sich verlaufen hat und verloren gegangen ist; ich kann nicht anders als dafür danken, es sind manchmal wohl auch viele! Verwundete verbinden und Schwache stärken, die Aussätzigen, die er heilte, die gekrümmte Frau, die er aufrichtete, der Blinde, dem er sein Augenlicht gab – und all die anderen bewegenden Heilungen und Rettungen.
Aber es geschieht auch in unserem täglichen Leben! Manchmal sind wir schwach und wissen nicht recht weiter, manchmal brauchen wir neuen Mut und nach einem kurzen Gebet kommt wie ein Wunder die Zuversicht zurück.
Bei Hesekiel richten sich diese Zusagen an das im Exil lebende Volk Israel – und auch hier folgt später wieder das Versprechen eines Bundes, diesmal ist es ein Bund des Friedens der Menschen untereinander und mit der Natur.
Das ist und bleibt aktuell, und wir brauchen ihn mehr denn je.
Gott, bitte gib uns die Kraft, an diesen Bund des Friedens weiter zu glauben und in seinem Geist zu handeln!

Von: Elisabeth Raiser-von Weizsäcker