So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der HERR, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde fest macht ohne Gehilfen. Jesaja 44,24
Durch das prophetische Wort beansprucht Gott seinen unangefochtenen Rang. Er fordert Gehorsam und Dienerschaft. Alle Wahrsager straft er Lügen und gibt sie der Lächerlichkeit preis, die Zeichen der Orakelpriester verlieren ihre Gültigkeit. Gott ist jene Macht über allen Mächten, die keine Gehilfen braucht. Selbst Himmel und Erde, die Bäume und die gesamte Schöpfung singen ihm ihr Loblied.
Die Herrschaft Gottes gründet aber nicht auf Gewalt. Gott verlangt nicht Unterwerfung, er verspricht Erlösung. Alle Vergehen hat er weggewischt, Sünden aufgelöst wie flüchtiges Gewölk. Gott schenkt die Hoffnung, dass auf den Trümmern der Geschichte eine verheissungsvolle Zukunft auf-gebaut werden kann. Er richtet die Menschen, die sich ihm anvertrauen, aus und immer wieder auf.
Zum Menschen bekannt hat sich Gott, noch bevor sich jemand zu ihm bekennen konnte, denn er hat ihn «von Mutterleibe bereitet». Es ist eine Zusage, die Geborgenheit verheisst. Das passende Bild dafür, das Erfahrung ist, scheint mir keine spektakuläre Erweckung, sondern das getroste Einschlafen mit vertrauten Liedern und Gebeten.
Von: Felix Reich