Wenn du gegessen hast und satt bist,
sollst du den HERRN, deinen Gott, loben. 5. Mose 8,10

Wenn wir am Esstisch sitzen, beginnt ein kleines Ritual. Wir unterbrechen unseren Alltag und üben uns ein in Dankbarkeit. Meistens singen wir ein Lied. Als die Kinder klein waren, «Jedes Tierli hät sis Ässe». Jetzt sind die Kinder älter und wir machen ein Wunschkonzert. Fällt niemandem etwas ein, stimmen wir «Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König» an. Dann geht das Essen los.
Die Losung empfiehlt, auch nach dem Essen einen Schritt zurückzutreten und Gott zu loben. Wenn wir satt sind, ist die Gefahr gross, Gott zu vergessen.


Auch wir haben unsere kleinen Rituale am Tisch. Zunächst legen wir die Handys weg, dann reichen wir uns die Hände: «Segne uns Gott das Essen, Amen.» Dieses kleine Gebet ist kurz und knapp – passend für jedes Alter (und für jeden Hunger). Nach dem Essen räumt jeder sein Geschirr ab. Mir gefällt aber die Idee, das Essen mit einem Lob abzurunden. Zum Beispiel: «Gott sei Dank, denn seine Gnade währt ewig.» Diese Worte erinnern an den Psalm 100: «Danket ihm, preist seinen Namen. Ja, gut ist, Adonai. Auf ewig währt seine Güte und von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue!»

Von: Lars Syring / Chatrina Gaudenz