Der HERR hat Grosses an uns getan;
des sind wir fröhlich. Psalm 126,3
Auch hier tropft der Überfluss an Güte und Liebe nur so zwischen den Zeilen heraus. Dem Herrn danken, einverstanden. Fröhlich sein darum, dass wir dem Herrn danken können, auch einverstanden. Aber dieses «alles wird immer gut etc.» stört mich oft beim Bibellesen. Ich sehe das mehr als eine Vision, die wir für die Welt haben sollen. Ja, Hoffnung soll bestehen blieben, da gehe ich ganz mit. Und zum Glück haben wir auch viele und schöne Klagepsalmen in der Bibel. Einmal buchstäblich «abkotzen» bei Gott, alles hinwerfen und direkt und ehrlich sein mit allem, was nicht rundläuft. Bitten, dass es gut oder besser werde. Oder eben einfach klagen und schreien und toben und wütend sein mit Gott und der Welt. Ich habe seit über fünfundzwanzig Jahren mein Ventil in der Musik gefunden. «Death Metal» als eine der härtesten Spielarten des Heavy Metal. Gerade vor kurzem war ich wieder im «Z7» in Pratteln mit Freunden an einem Konzert. Es stellt mir die Haare auf den Armen auf, wenn ich an die Stille vor dem Konzert denke. Das Intro der Band, dann das Licht, die Show, die Musik, die Lautstärke, das Leben, die Liebe, die ich für diese Menschen und dieses Genre empfinde, einfach unbeschreiblich schön. Der HERR hat mir wahrlich das Leben gerettet, ohne «Death Metal» hätte ich es nicht geschafft.
Von: Markus Bürki