Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat – er heisst «HERR, Gott Zebaoth». Amos 4,13

Überrascht haben mich nicht die Hinweise auf Gottes Grösse, seine unbegrenzten Möglichkeiten, zu erschaffen, was ist, es zu bewegen und zu lenken. Auch der Namenszusatz «Zebaoth» gehört zum Bekannten und Vertrauten aus der Bibel und zu einigen Liedern, mit denen ich aufgewachsen bin: «Gott Zebaoth – Gott der himmlischen Heere». Beispiele aus der Kunstgeschichte bezeugen, wie Menschen sich Gott mit seinem himmlischen Hofstaat vorgestellt haben; erfreulicherweise sind die Heerscharen eher mit Harfen und Trompeten ausgerüstet als mit Schwertern und Hellebarden.
Überraschend bleibt jedoch die Zusage, dass Gott uns Menschen mitteilt, was er im Sinne hat. Wir sind nicht einem Schicksal ausgeliefert, dessen Sprünge und Haken wir unmöglich deuten und verstehen können. Gott nimmt uns als Gegenüber ernst. Wie eine Mutter ihrem kleinen Kind gegenüber nicht einfach macht, was sie macht, sondern beschreibt und erklärt, was sie tut, so auch Gott.
Meist übrigens nicht direkt durch eine himmlische Stimme, sondern vermittelt durch ein Bibelwort (eine Losung!), die Bemerkung einer Freundin, die Frage eines Nachbarn, eine Zeile aus einem Lied.

Von: Benedict Schubert