Ich will euch ein neues Herz und einen
neuen Geist in euch geben.
Hesekiel 36,26

Wenn ich das ganze Kapitel lese, schaudert es mich. Gott hat sein Volk in alle Nationen zerstreut. Es hat Mistgötzen gedient und ein grosses Blutvergiessen verursacht. Und jetzt will Gott das Volk wieder sammeln. Aber es geht ihm nicht um das Volk, sondern um seinen heiligen Namen.
Ich lasse das Bibelstudium und halte mich an die heutige Losung und nehme an, dass sie an uns gerichtet ist. Denn auch ich sehne mich nach einem neuen Geist. Es ist die Sehnsucht nach Vertrauen. Vertrauen in das Leben aller Menschen, Vertrauen in Gottes Handeln in unserer zerrütteten Welt, Vertrauen in die Kraft der Lebendigen. Vertrauen ist der Boden, auf dem Hoffnung wachsen kann.
Es geht mir aber nicht um mich, sondern ich bitte Gott, die Lebendige, für die Menschen, die jegliches Vertrauen und die Hoffnung verloren haben, Menschen, die flüchten müssen, immer wieder, Menschen, die Kriege erleiden müssen, für Kinder, die ohne Eltern aufwachsen. Sie brauchen den Gott des Lebens; ihnen, den zerstreuten Menschen, gilt in erster Linie seine Liebe. Und mir soll der neue Geist Kraft schenken, damit ich mein Vertrauen stärken kann, um für die Menschen, ihre Würde, ihr Leben einzustehen.
Schenke du uns Vertrauen und Hoffnung.

Von: Madeleine Strub-Jaccoud