Ich habe mir vorgenommen; Ich will mich hüten,
dass ich nicht sündige mit meiner Zunge. Psalm 39,2
Ja, die Zunge kann nicht nur «gepierct» werden, sie kann auch viel Leid anrichten – und viel Schönes bewirken.
Die Zunge bringt erst die Möglichkeit, Gott zu danken. Und die Zunge ist es auch, die Jesus in einer seiner Heilungen wieder zum Leben erweckt, sodass ein Stummer wieder reden kann. Zungenrede, tödliches Gift, mörderischer Pfeil, Tod und Leben, Lügenzunge … es finden sich ganz viele Texte zur Zunge in der Bibel. Gemäss Internet sollen es über hundertzwanzig Stellen sein! Wahnsinnig, aber verständlich.
Dank der Zunge können wir uns in einer Sprache ausdrücken, dank der Zunge können wir essen, und die Zunge ist es, die uns Süss, Sauer, Salzig, Bitter und Umami erfahren lässt. Und wer erinnert sich nicht an seine schönsten Zungenküsse …
Wenn uns Gott ein so wunderbares Organ schenkt, dann sollten wir auch Sorge dazu tragen, es angemessen nutzen und nicht zu viel damit plappern. Worte verletzen, Worte zerstören. Ist vielleicht deshalb so oft von der Zunge die Rede in der Bibel? Ich weiss es nicht, finde es aber sehr spannend: «hüte deine Zunge», «es liegt mir auf der Zunge», «etwas mit tausend Zungen predigen», «mit gespaltener Zunge reden» und viele weitere uns bekannte Aussagen.
Von: Markus Bürki