Das Volk, das ich mir bereitet habe,
soll meinen Ruhm verkündigen.
Jesaja 43,21

Der Prophet erinnert an den Auszug aus Ägypten, damals. Aber jetzt ist jetzt: Es geht um den Auszug aus dem babylonischen Exil. Und da, das ist die Botschaft, schafft Gott, die Lebendige, Neues: «Seht, ich schaffe Neues, schon spriesst es, erkennt ihr es nicht? Ja, durch die Wüste lege ich einen Weg und Flüsse durch die Einöde.» (Jesaja 43,19) Neues erkennen, sich auf den Weg begeben, Altes hinter sich lassen und aufbrechen: Dazu lädt der Prophet ein – auch uns! So, wie die Menschen damals sehr wahrscheinlich nicht genau gewusst haben, wie das Neue aussieht, worin es besteht, so wissen auch wir es nicht genau. Aber, und das ermutigt doch, wir können uns auf den Weg machen. Auf den Weg mit der Lebendigen, denn sie weiss, wie der Weg aussieht und worin das Neue besteht. Vertrauen bedeutet immer auch, zu gehen, aufzubrechen.
Und, so denke ich, gerade damit rühmen wir Gott, die Lebendige. Wir lassen uns auf sie ein und machen uns auf. Und erzählen sollen wir davon, unser Vertrauen teilen, unsere Hoffnung leben. Wir sind mit anderen Menschen rund um die eine bewohnte Erde unterwegs. Das zu wissen, stärkt und lässt uns eintauchen in die Welt der Menschen, denen es nicht so gut geht. Und Neues wagen, unterwegs sein mit Gottes Hilfe und dem Vertrauen auf Heilung.

Von: Madeleine Strub-Jaccoud