Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt! Psalm 40,17

Im 40. Psalm ist die ganze Dramatik eines Menschenlebens verdichtet: der Dank für die Rettung aus tödlicher Bedrohung, das Vertrauen auf Gott als Halt und Horizont, die Klage über die Last von Unglück und Schuldverstrickung, die Bitte um unverzügliches Eingreifen. Die heutige Losung – der Psalmvers 17 – ist schliesslich eine Art Bekenntnis. «Frohlocken und jubeln sollen in dir alle, die dich suchen, sprechen sollen allezeit «Gross ist JHWH!», die dein rettendes Handeln lieben.» Diese Übersetzung aus dem Hebräischen stammt vom Münsteraner Alttestamentler Erich Zenger. Sie weicht ziemlich von der Losung ab, oder, Lars?

Kurt Marti übersetzt: «die dein Befreiertum lieben». Wie auch immer wir das wiedergeben: Gott loben ist immer eine gute Idee. Weil es uns auf andere Ideen bringt! Das Lob Gottes reisst uns aus unserem Alltag heraus. Es durchbricht unsere Gedankenschleifen. Wir verbinden uns neu. Gehen auf die Frequenz, die uns vibrieren lässt. All das dient unserem Heil. So beginnt rettendes Handeln. So erfahren wir Gottes Befrei-rtum. Das ist wohl auch der Grund, weshalb diese alten Lieder überlebt haben. Über Generationen hinweg haben Menschen in diesen Liedern ihre eigenen Erfahrungen wiedergefunden. Und so ihren Weg in die Freiheit in die alten Worte eingetragen.

Von: Chatrina Gaudenz / Lars Syring