Seinen Heiligen wollte Gott kundtun, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Völkern ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung
der Herrlichkeit. Kolosser 1,27
Christus in uns. Christus wirkt in unserem inneren Leben.
Glauben ist also ein innerliches Geschehen. Ich muss mit
meinem Inneren verbunden sein, um Christus zu erfahren.
Da müsste ich doch eigentlich ganz genau wissen und spüren,
wie Christus ist. Seine Güte, seine Achtsamkeit, seine Barmherzigkeit
müssten mich tagtäglich begleiten und es wäre
kaum vorstellbar, dass mir mein Glaube abhandenkommt.
Aber Christus bleibt ein Geheimnis. Wir können ihn täglich
neu finden, aber auch nicht bemerken. Und er bleibt
dennoch immer derselbe. Gott will uns den Reichtum dieses
Geheimnisses kundtun. Erkennen wir ihn?
Wenn der Glaube rein innerlich bleibt, scheint mir dies
schwierig. Nur wenn der Mensch unter anderen Menschen
lebt, kann er doch zum Reichtum dieses Geheimnisses unter
den Völkern beitragen. Christus strahlt aus dem Inneren des
Einzelnen und wirkt so auf die anderen. Ist er im Inneren
präsent, strahlt er unweigerlich und auf wundervolle Weise
nach aussen. Deshalb kann unser Glaube nicht innerlich
bleiben. Zusammenspiel und Wechselspiel von Innen und
Aussen, das Erleben eines immer neuen und doch immer
gleich bleibenden Christus – beides ist Teil des Geheimnisses,
das Hoffnung und Ewigkeit bringt.
Von: Monika Britt