Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben. 5. Mose 10,18–1

Fremdlinge – ein lustiges Wort. Mir kommen da viel eher Wörter wie Ausländer, Flüchtlinge oder «die Anderen» in den Sinn. Unsere Gesellschaft kämpft sich aktuell sehr ab an der Höhe der Mauer, die um das eigene Land gestellt werden soll, oder an der Frage, wie viel Geld in was gebuttert werden soll.
Fremdlinge stören, sie bringen die falsche Kultur, das falsche Verständnis, die falsche Religion und die falsche Arbeitsmoral – die dürfen schon kommen, aber sie müssen sich halt auch ein wenig anpassen, und wenn sie das nicht machen, dann sollen sie heimgehen. Hören Sie auch solche Stimmen und Voten, liebe Lesende? Oder gehören Sie zu denen, die solches manchmal denken oder gar sagen?
Grenzen verletzen. Die Grenzen im Kopf und die um ein Land herum. – Gott setzt keine Grenzen, er (oder sie) gibt Speise und Kleider, und das sollen wir auch tun.
Öffnen Sie Ihre Wohnung für einen Fremdling? Oder Ihr Herz für einen Obdachlosen, der einen Kaffee und eine herzliche Umarmung braucht?
Und öffnen Sie Ihr Herz für diesen Jesus, der keine Mauern gebaut, sondern diese alle sprengen wollte. Jesus ist auf die Erde gekommen und die Institution Kirche hat geantwortet – leider oft herzlos.

Von: Markus Bürki