Der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen
seinen Werken, die er tut. Daniel 9,14

Die Kirchenglocken sind gerade in der ganzen Schweiz am Läuten, heute um 14.00 Uhr. Wir gedenken der Opfer in Crans-Montana. Schreckliches ist geschehen in der Silvesternacht und stündlich passiert weiter Schreckliches auf der Welt. Ist dieser unser Gott gerecht?
Kann ich Gott für das Leid und das Schreckliche auf der Welt verantwortlich machen? Nein, das kann ich nicht. Ein Gott, der alles steuert und immer alles schon plant und kennt, so einer soll mir nicht zu nahe kommen – vielmehr sehne ich mich nach dem einen Gott, der mich und uns so umwirbt und verändert, dass wir nur noch aus Liebe handeln können. Und ob nun die Katastrophe so hätte vermieden werden können, auch das kann ich nicht sagen. Wer bin ich schon, dass ich mir eigentlich zutraue, Gott zu kennen oder zu wissen, was er vorhat oder sich für uns vorstellt? Einzig hoffen kann ich, hoffen, dass Gott mit uns die Kurve kriegt, dass er möglichst viele für seine Sache, diesen einen grossen Plan, begeistern kann. Es braucht viele offene Herzen und stille Geister, die noch mehr versuchen, sich auf das leise Säuseln dieses Gottes einzulassen.
Gott ist gerecht in allen seinen Werken. Der Satz bleibt mir verschlossen, und besonders heute hadere ich einmal wieder sehr mit Gott. Gott hat uns die Freiheit gegeben zu handeln. Wir sollten sie klug nutzen.

Von: Markus Bürki