Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Jesaja 43,18–19
Beim Pflügen nicht zurückzuschauen – das ist Jesu und Jesajas gemeinsame Einladung. Gott ruft uns aus alten Gewohnheiten, Mustern und Erinnerungen, die uns festhalten. Wir sollen den Blick nach vorn richten und wahrnehmen, wo das Neue schon wächst, oft unscheinbar.
Glauben wir daran, dass wir uns wirklich verändern können? Frei werden von Süchten, von eingefahrenem Denken und Handeln? Unser Gehirn liebt das Bekannte – es spart Energie, indem es beim Alten bleibt. Darum braucht Erneuerung Bewusstheit: Momente, in denen wir anhalten, loslassen und Raum schaffen für Neues. Fasten kann so ein Übungsweg sein – ein zeitlich begrenzter Verzicht, der uns spüren lässt, dass Veränderung möglich ist.
Fehler gehören dazu. Sie sind nicht das Ende, sondern der Anfang von Wachstum. Wer Vertrauen hat, dass Gott Neues schafft, kann mutig ausprobieren, lernen, umkehren.
Das Neue wächst nicht aus uns, sondern aus Gottes schöpferischer Kraft. Unsere Aufgabe ist, es zu erkennen – dort, wo es klein beginnt: in einem neuen Gedanken, einer anderen Haltung, einem ersten Schritt. «Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt – ist das nicht ein Fingerzeig.» Die Hoffnung blüht – mitten im Winter.
Von: Barbara Heyse-Schaefer
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