Jesus wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Lukas 1,33
König? Ewigkeit? Haus Jakob? Herrschaft ohne Ende?
Hm. Alle diese Begriffe rühren nicht wirklich etwas in mir an. Ich schlage das Lukasevangelium auf und lese dieses erste Kapitel.
Ich tauche ein in eine Welt, in seltsame, wundersame Geschichten: Es beginnt bei Zacharias und Elisabeth, dem alten Priester und seiner betagten Frau, denen im hohen Alter vom Engel Gabriel ein Kind verheissen wird: Johannes. Zacharias wird verstummen bis zur Geburt von Johannes, von dem es heisst, er werde «schon im Mutterleib vom
Heiligen Geist erfüllt werden» und viele zu Gott zurückführen. – Die Reise geht weiter in die Stadt Nazaret, wo die junge Maria ebenfalls vom Engel Gabriel erfährt, dass sie Jesus gebären wird. Maria erschrickt, worauf ihr Gabriel diesen Jesus ein wenig «einordnet»: Er werde Nachfolger sein auf dem Thron Davids, König über das Haus Jakob. Und: Heiliger Geist werde über Maria kommen und Jesus werde Sohn Gottes genannt werden. Maria antwortet mit den schlichten Worten: «Ja, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast!»
Die Ankündigung dieser wundersamen Geburten geht im Lukasevangelium einher mit Reaktionen von Verstummen, Sichzurückziehen, von stiller Akzeptanz, von Staunen. Dies ist schön zu lesen, wirkt nach, berührt mich nun doch.
Von: Katharina Metzger