Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. Sacharja 8,23
Wie viele Familien und Volksgruppen, die vor kurzem oder vor längerer Zeit aus ihrer Heimat fliehen mussten, wären glücklich, wenn ihnen heute ein Sacharja seine Visionen erzählen würde! Es sind «Nachtgesichte», die von einer Wiederherstellung des Tempels in Jerusalem reden, vom Wiederaufbau des Zentrums jenes Volkes also, von dem Teile seinerzeit in die babylonische Gefangenschaft weggeführt worden sind. Die Vertriebenen können heimkehren! Und nicht nur sie: Andere, viele, werden sich ihnen anschliessen und mitgehen auf dem Weg in eine neue Ära. Sie haben davon gehört, dass eine neue Zeitrechnung beginnt, weil Gott selbst dabei ist. Es ist eine durchaus kühne Hoffnung, von der der hebräische Prophet spricht. Aber die Menschen zu allen Zeiten brauchen solches Reden, um die ganz andere Gegenwart bestehen zu können. Um über das hinauszusehen, was ist – wenigstens für einige Augenblicke. Aber in diesen Augenblicken bricht das Bild einer anderen Welt durch die umgebende Finsternis; ein Bild, an das ich mich halten kann. Hoffnung hat viele Gestalten; manchmal ist sie wie ein (Gedanken-)Blitz, in dem verdichtet eine Zukunft aufscheint, die möglich ist. Er überstrahlt nur ganz kurz die Realität, aber er kann ermutigen und Kraft geben. Sacharja wollte das, Gott gab ihm die Visionen, viele hörten sie und schöpften daraus Energie zum Leben.
Von: Hans Strub