Von Gott werde dir geholfen, und von
dem Allmächtigen seist du gesegnet.
1. Mose 49,25

Jakob, der Stammvater, segnet seine Söhne, jeden einzeln. Joseph bekommt diesen Segen mit auf seinen Weg. Er bekommt eine doppelte Zusage: Gott, die Lebendige, wird dir helfen. Und von Gott bist du gesegnet. Zusagen von Müttern und Vätern stärken den Rücken für den weiteren Weg. Diese Kraft kann uns niemand nehmen, auch wenn der Weg steinig ist. Wir können uns an Zusagen erinnern. Und wir sollen uns daran erinnern und an der Zusage festhalten. Denn sie stärkt den Glauben an das Leben. Den Segen Gottes erhalten wir als Geschenk. Er ist ein Gebet, das uns zeigt, dass die Gnade der Lebendigen mit uns ist. Der Segen lässt uns durchatmen, macht das Herz warm und öffnet die Augen für den weiteren Weg und die Menschen, die hier und weltweit mit uns unterwegs sind. Der Segen stärkt das Vertrauen und die Hoffnung auf ein Leben in Würde für alle Menschen.
Ich sage den Menschen, mit denen ich vertraut bin, gerne beim Abschied: «Bhüet di Gott.» Das ist mehr als ein Wunsch. Dieser Gruss ist tief verwurzelt in meinem Vertrauen auf die Lebendige und kommt von Herzen. Ich denke, Jakob hat es auch so oder ähnlich gemeint. Davon zeugt die weitere Geschichte von Joseph.
Gott, behüte uns auf unserem Weg.

Von: Madeleine Strub-Jaccoud