Der HERR, euer Gott, ist gnädig und barmherzig
und wird sein Angesicht nicht von euch wenden,
wenn ihr euch zu ihm bekehrt. 2. Chronik 30,9
Bekehren. Auch wieder so ein Wort. Okay, ja, es gibt in meinem Leben einen Entscheid, bei dem ich mir gesagt habe, dass ich von nun an mit Gott unterwegs sein möchte – aber bekehren klingt für mich wieder so ultraradikal.
Wie dem auch sei. Der Vers sagt mir, dass mein Gott, wenn ich mich denn zu ihm bekenne, gut zu mir sein wird. Er tut dies, weil er gnädig und barmherzig ist, gar nicht anders kann.
Und wenn ich Krebs kriege und todkrank bin? Ist mein Gott dann auch noch gnädig und barmherzig zu mir?
Oder wenn ich eine grosse «Sünde» begehe (siehe Text von gestern), ist mein Gott dann immer noch gnädig und barmherzig zu mir?
Ich wünsche es mir sehr, denn ich glaube daran, dass sich Gott nicht von mir abwendet, egal, wie schlecht es mir gerade geht oder welchen Mist ich gebaut habe. Das ist kein Freipass für ein Leben ohne Grenzen – aber es beruhigt mich, dass mein Gott auch da ist, wenn mein Kind krank ist oder dereinst meine Eltern sterben. Auch das ist keine Versicherung für ein gelingendes Leben, aber es hilft mir, mit dem Leben und den darin enthaltenen Schmerzen fertigzuwerden. Und dafür bin ich meinem Gott unendlich dankbar.
Von: Markus Bürki