Auch künftig bin ich derselbe, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will’s wenden? Jesaja 43,13
Ich sicher nicht! Dieser Satz liegt mir auf der Zunge, und
wahrscheinlich würden viele andere Menschen spontan
ähnlich reagieren. Wie käme ich dazu, ein solches Angebot
auszuschlagen oder zu relativieren? Oder es gewissermassen
«auf die hohe Kante» zu legen, für den Fall, dass ich es
doch einmal brauchte… Gott will wirken zugunsten der
Menschen, zugunsten von uns, wo immer wir gerade sind.
Zugunsten von mir. Lese ich im Anfang des Kapitels, fallen
mir sehr starke und oft unwahrscheinliche Bilder auf, die
in der Gottesrede gebracht werden; alles steht unter dem
Obersatz: Fürchte dich nicht! Und das soll wirklich immer
gelten, so betont der Vers hier («auch künftig…»). Gott ist
direkt, seine gleichsam ausgestreckten Arme bergen mich.
Und viele andere auch. Es ist kein Angebot unter anderen –
denn ein grösseres kann und wird es nicht geben! Gerade
in so unerwartet unsicher gewordenen Zeiten gibt mir ein
solcher Rettungsanker Ruhe. Und Halt. Und schafft eine
gesunde Distanz zu allen Vorkehrungen zu meiner Sicherheit
und derjenigen meiner Nächsten. Was es braucht, ist das
Vertrauen, dass ich auf die richtige Kraft setze.
Dass Gott wirkt, gewirkt hat und auch in Zukunft wirken
wird, belegt erin den vorangehenden Versenmit dem,wasin
der Geschichte bisher schon geschehen ist. Und das ist viel!
Von: Hans Strub