Autor: Barbara und Martin Robra

13. März

Einem König hilft nicht seine grosse Macht;
ein Held kann sich nicht retten durch seine grosse Kraft.

Psalm 33,16

Mit Vers 16 wechselt die Blickrichtung des Psalms und schaut auf die scheinbar Mächtigen dieser Welt: auf «Könige und Helden». Die Stärke der eigenen Armeen oder des eigenen Körpers, die Zahl der Pferde und Streitwagen, kurz, alle Machtmittel, über die Herrscher verfügen, verblassen im Vergleich mit der Schöpfermacht und Gerechtigkeit Gottes. Doch sind sie nicht nur nutzlos, sie untergraben und schwächen die Lebenskräfte der Menschen und Völker.

Im Aufstieg und Abstieg der Mächte mit ihren Schlachten und Kriegen, in den Teufelskreisen von Drohung, Abschreckung, Gewalt und Gegengewalt ist kein Heil – sicherlich auch nicht in einer weiteren Rüstungsspirale mit neuen Waffensystemen und der Aufrüstung des erdnahen Weltraums.

Stimmen wir deshalb ein in die Schlussfolgerung des Psalmgebets: «Unsere Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild. Denn unser Herz freut sich seiner, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.»

Von Barbara und Martin Robra

12. März

Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht
und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes.

Psalm 33,6

Heute und morgen sind wir eingeladen, in den «Jubel der Gerechten» im Psalm 33 einzustimmen. Es ist sicherlich sehr selten, dass in Herrnhut Verse aus demselben Psalm als Texte für zwei aufeinanderfolgende Tage ausgelost werden.

Vers 6 preist die Schöpferkraft Gottes in Wort und Geist-Atem. Gott  bleibt in dieser Welt gegenwärtig in den «Heerscharen der Engel», die alles Geschaffene durchdringen und beleben. Gemäss dem Prolog des Johannesevangeliums ist Gottes Wort in Christus Mensch geworden. Sein Licht scheint in der Finsternis. Mächte und Gewalten dieser Welt können es nicht auslöschen, auch wenn sie versuchen, dieses Licht mit dem eigenen Schatten zu verdunkeln. In solcher Dunkelheit wachsen Zweifel und Verzweiflung. Die Schatten werden übermächtig in Furcht und Verschwörungstheorien. Umso wichtiger ist es, dass wir das Licht nicht aus dem Auge verlieren, dass wir Gottes Stimme mitten im Lärm der Welt hören und dem lebendigen Wort in Christus vertrauen.

Überwinden wir die Furcht mit dem Lob Gottes! Singen wir die Angst aus uns und aus dieser Welt hinaus! Amen.

Von Barbara und Martin Robra