Christus hat uns freigekauft vom Fluch des Gesetzes, indem er für uns zum Fluch geworden ist – es steht nämlich geschrieben: Verflucht ist jeder,
der am Holz hängt. Galater 3,13

Fluch im Zusammenhang mit dem Gesetz der Bibel bedeutet, dass menschlicher Ungehorsam gegenüber dem Gesetz, das niemand vollkommen erfüllen kann, Konsequenzen hat. Beim himmlischen Gericht nach dem Tod müssen Sünden korrigiert werden.

Paulus schreibt im Römerbrief, dass alle Menschen vom Tod betroffen sind, weil alle Menschen sündigen. Den Vers, der Tod sei ein Fluch, übernimmt er aus der Thora (5. Mose 21,23). Weil niemand das Gesetz vollkommen erfüllen kann, gerät, wer nur auf das Gesetz hofft, unter den Fluch des Gesetzes und bleibt deshalb von Gott getrennt. Rettung kann also nicht durch Erfüllen des Gesetzes verdient werden.

Nun hat Jesus den Fluch des Gesetzes durch den Tod am Kreuz stellvertretend getragen. So hat er den Menschen die Gemeinschaft mit Gott wieder ermöglicht. Sie haben plötzlich erkannt, wer Gott ist.

Die Jünger haben an Ostern erfahren, dass Christus trotz des Todes mit Gott und mit ihnen verbunden ist. Diese Erfahrung trägt sie und verbindet sie mit Gott. Im Wissen, dass sie das Gesetz niemals vollkommen erfüllen können, spüren sie die ewige Gemeinschaft mit Gott und vertrauen, dass diese auch nach dem Tod hält.

Von: Monika Britt