Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2. Korinther 5,21

Der Vers ist der Abschluss eines Kapitels mit dem Thema
Versöhnung. Paulus beschreibt in Vers 21 den fröhlichen
Wechsel: «Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein
Wechsel sein» (EG 27/RG 395) in seiner befreienden Dimension:
«Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das
Alte ist vergangen.» (Vers 7)
Die Entlastung, die Entschuldung, das Von-uns-Nehmen
von unseren Schultern, und das Erleichtert-Sein.
«Auf dass wir – in ihm – die Gerechtigkeit würden.» (Vers 21).
Das Christusgeschehen wird verleiblicht. Im Abendmahl
wird dieses Paradox des christlichen Glaubens erfassbar:
Ich gehe beschwerten Schrittes, mit aller Last dieser Welt,
des Alltags und seines Staubs zum Altar – und ich gehe
erleichtert zurück in die plötzlich nicht mehr so graue,
schöpfungsbunte und noch immer freie Welt – und bleibe
nicht ohne Auftrag.
Denn Paulus schreibt «Wir sind nun Botschafter an Christi
statt» und ruft dazu auf, auf die Versöhnung zu achten:
«Lasst euch versöhnen mit Gott.» (Vers 20)
Gott entlastet die Welt, auch dann, wenn es schon arg um
sie steht. Er wischt unsere Tränen weg und lässt uns nicht im
Regen stehen. Seine Schöpfungsmelodie umhüllt die Zeit.
Das ist kein Deal, «das mag ein Wechsel sein».

Von: Johanna Zeuner