Kommt, wir wollen uns dem HERRN zuwenden
zu einem ewigen Bunde, der nimmermehr vergessen
werden soll! Jeremia 50,5

Gottes Versprechen nach der Sintflut im Zeichen des Regenbogens
ist nicht der einzige himmlische Bund. In Jeremia 31,33
kündigt Gott einen neuen Bund an: «Ich will mein Gesetz in
ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und ich will ihr
Gott sein und sie sollen mein Volk sein.»
Das «Gesetz im Herzen» ist die Auflösung der Dissonanz
zwischen göttlichem Gebot und menschlichem Wollen.
Wie quälend ist es doch, wenn du das Gute kennst, aber
trotzdem nicht danach handelst. Doch die Welt ist voller
Unwägbarkeiten und Irrwege!
Gott, du tragende Harmonie, lege mir das Gesetz in mein
Herz, damit ich das Gute auch tun will.
Es ist ein anspruchsvoller Losungsvers, und der dazugehörige
Lehrtext aus dem 2. Petrusbrief stellt noch höhere
Ansprüche: «Bemüht euch deshalb nach Kräften, dass zu
eurem Glauben das richtige Verhalten kommt.» Weiter ist
darin von Selbstbeherrschung und Standhaftigkeit die Rede.
Gott traut uns viel zu, das macht mir Mut.
Doch bin ich gleichzeitig dankbar für die göttliche Bundesvielfalt
in allen Farben des Regenbogens. Sie spricht uns
angesichts all der Ansprüche zu, dass ein göttlicher Neuanfang
jederzeit möglich ist.
Im ewigen Bund findet auch das Unstimmige seinen Klang.

Von: Jonas Meier